9. November 2017

Nachricht

Globalisierte Musik schon in der Renaissance

Vesper nach Michael Praetorius in der St.-Sixti-Kirche Northeim

Der Komponist Michael Praetorius (1572-1621) war ein kritischerer Querdenker und vielseitiger Neuerer, als es sein schlichtes Weihnachtslied „Es ist ein Ros' entsprungen“ vermuten lässt. Das zeigt sich beispielsweise in seiner Verschmelzung der Elemente der venezianischen Mehrchörigkeit mit dem lutherischen Choral zur großen Form des Choralkonzerts. Und das, obwohl er gar nicht bis nach Italien kam. Insofern ist es vielleicht auch nur konsequent, dass eine rekonstruierte Vesper mit Chor- und Instrumentalwerken von Michael Praetorius am Sonntag, 12. November, um 17 Uhr in der St. Sixti-Kirche in Northeim aufgeführt wird.

Die Kantorei St. Sixti singt einen Vespergottesdienst, wie er zu Zeiten des alten Meisters in Norddeutschland hätte erklingen können. Es wird von verschiedenen Orten der St.-Sixti-Kirche musiziert, so dass ein ganz besonderer Raumklang mit prunkvoller Musik zu erleben sein wird. Bei den Chorälen ist auch das Publikum zum Einstimmen eingeladen. Mitwirkende sind: Henning Voss, Altus, Jan Kobow, Tenor, Florian Schmitt, Tenor, Ralf Grobe, Bass, die Kantorei an St. Sixti, das Barockensemble „la festa musicale“. Für den Wortteil ist Superintendent Jan von Lingen zuständig, die Leitung hat Kreiskantor Benjamin Dippel.

Es gibt nummerierte Platzkarten in Kategorien von 25 bis 10 Euro. Kinder und Schüler (Schülerausweis) haben freien Eintritt. Der Vorverkauf findet in der Buchhandlung Papierus (Breite Straße, Northeim) statt, an der Abendkasse wird auf alle Karten 2 Euro Zuschlag erhoben.