Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Abenteuer Namibia: Eine etwas andere Gemeindefahrt

Nachricht 01. November 2017

Gemeindemitglieder um Pastor Roland Ressmann unternahmen spannende Reise

Dankbar und mit einem Koffer voller Erinnerungen sind sie zurückgekehrt: Die 25 Teilnehmer der abenteuerlichen Reise nach Afrika mit Pastor Roland Ressmann. Denn schon seit langem stand die Idee im Raum, eine etwas andere Gemeindefahrt zu unternehmen - nach Namibia. „Ein facettenreiches Land mit einer faszinierenden Tierwelt, mit Menschen, die uns tief beeindruckt und nachdenklich gemacht haben und nicht zuletzt einer atemberaubenden Landschaft“, sind sich die Gemeindemitglieder einig.

Aber von vorn: Pastor Roland Ressmann war, bevor er die Pfarrstelle in der Region um Lüthorst übernahm, zehn Jahre als Pastor in Namibia tätig. Vor acht Jahren in Lüthorst angekommen, wurde er wieder und wieder gefragt, wann er denn mal eine Gemeindefahrt nach Namibia machen wolle. Schließlich erzählte er immer wieder von diesem Land, das ihn so sehr geprägt hat. Im September war es dann endlich soweit: 25 Teilnehmer aus der Region machten sich auf den Weg in das 12.000 Kilometer entfernte Windhoek. Von dort ging es direkt ins Hochfeld zum Farmgottesdienst. „Wir durften zwei Tage lang die Gastfreundschaft von netten Farmerfamilien erleben, die geduldig all unsere neugierigen Fragen beantworteten, uns lecker bekochten und uns an ihrem Leben als Farmer teilhaben ließen“, erklären die Teilnehmer begeistert. Am dritten Tag fuhr die Gruppe weiter zum Waisenhaus „Steps for Children“ für Kinder bis sechs Jahre, wo sie großzügige Spenden aus ihrer Region persönlich überreichen durfte. Dann ging es weiter über den Waterberg zur Ombili-Stiftung, einem Ort, an dem das Leben und die Geschichte der Buschmänner erzählt wurde. Gemeinsam wurde sogar getanzt und gesungen.

Schließlich folgte der Höhepunkt der Reise: die Etosha-Pfanne. Zwei Tage ging die Gruppe auf Safari und beobachtete Elefantenherden, Zebras und Löwen, die an Wasserlöchern ums lebenswichtige Nass kämpften, an die Hundert Antilopen, die um ein Mitglied der Herde trauerten, weil ein Gepard ein Tier aus ihrer Mitte gerissen hatte. „Welch eine Aneinanderreihung von beeindruckenden Schauspielen, bei denen man sich ständig entscheiden musste, auf welcher Seite des Busses sich wohl Interessanteres bot“, so die Eindrücke. Von der kargen Steppe fuhren sie ins Erongo-Gebirge zur Spitzkoppe. Riesige Felsformationen umrahmt von roter Erde formten nun das Landschaftsbild. Sie fanden Schutz in einer Felsenhöhle und der Pastor nutzte den Schattenplatz für eine Andacht. Das Thermometer fiel tagsüber nie unter 30 Grad.

Dann weiter: Der Weg führte teilweise über Schotterstraßen durch die Wüste Namib an die Küste. Einige freuten sich schon auf den kühlenden Sprung in den Atlantik, aber die Mutigen erwartete ein Temperaturschock: Der kalte Strom der Antarktis beschert dem malerischen Küstenstädtchen Swakopmund im Frühling Temperaturen von nur 18 Grad. Nach einer Stadtbesichtigung wurde es Zeit, die dicken Jacken in die Koffer zu packen, denn die Reise führte wieder in das Landesinnere nach Okahandja - der Heimatstadt von Familie Ressmann. „Wir nahmen teil an einem Gemeindenachmittag und lernten alte Freunde von unserem Pastor kennen, aßen deutschen Kuchen und genossen den Anblick der Wiedersehensfreude beider Seiten“, erklärt die Gemeinde voller Begeisterung. Und ergänzt: „Besonders schön war es für uns alle zu sehen, wo unser Pastor all die Jahre zuvor gewirkt und mit seiner Familie gewohnt hat.“ Nach einer langen Abschiedszeremonie ging es zurück in die Hauptstadt Windhoek, wo Schwester Regina mit großer Hingabe ein Heim für geistig behinderte Menschen leitet. Auch hier konnte die Gruppe eine Spende aus ihrer Region überreichen. Nach einer Andacht in der Christuskirche, dem Wahrzeichen der Stadt, und einem stimmungsvollen Abschlussabend ging es nach 3000 Kilometern auf Teer- und Schotterpisten schließlich wieder zurück zum Flughafen.

Das Fazit der Teilnehmer? „Wir erlebten wechselnde Landschaften, verschiedene Klimazonen, unzählige Tierarten, aber vor allem eines: unglaublich nette, gastfreundliche Menschen, die stolz auf ihr Land sind, empathisch und weltoffen, tolerant und großherzig“, sagt Liane Tschentscher stellvertretend für die Gruppe, die sich freut, an dieser besonderen Reise teilgenommen zu haben.