Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Wir bauen die Gemeinden der Zukunft“

Nachricht 17. Januar 2018

Kirchenvorsteher aus dem Kirchenkreis Leine-Solling stellen sich und ihre Aufgaben vor

Was zeichnet die Gemeinden im Kirchenkreis Leine-Solling aus? Was gehört zu den Aufgaben eines Kirchenvorstehers? Wie kann ein lebendiges Gemeindeleben heutzutage aussehen? Und was kann man gemeinsam so alles bewegen? Bald ist es soweit: Am 11. März 2018 ist Kirchenvorstandswahl in der Evangelischen Landeskirche Hannovers. Unter dem Motto „Kirche mit mir" werden im Kirchenkreis Leine-Solling sich viele Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher zur Wahl stellen, die bereits jetzt in den Kirchenvorständen aktiv sind.
„Wir haben die Apostelkirche Northeim in den letzten zehn Jahren als Gospelkirche etabliert“, sagen die Kirchenvorsteher Petra Lorenz und Rolf Heinemeier und meinen damit alle, die sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen. „Gostel“ - Gospel in Apostel - ist mittlerweile mit Gospelgottesdiensten, Konzerten und Musicals sowie der „Silent Gospel-Night“ weit über die Gemeindegrenzen bekannt. Wie es dazu gekommen ist? „Wir haben unsere Kirche lebendiger und moderner gestaltet. Und somit auch neue Gottesdienstformen möglich gemacht!“ Ganz nach dem Motto der Gemeinde: „Apostel, eine starke Familie“ sei in den Räumen des Gemeindehauses eine Kinderkrippe eingerichtet, und der Kindergarten in einen Ganztagskindergarten mit Mittagessen umgewandelt worden. „Mit der Überraschungskirche haben wir ein neues Projekt angestoßen, das Familien mit Kindern, Großeltern und Freunden anspricht. Aber auch Menschen, die diese Art des Gottesdienstes und das Erfahren einer familiären Gemeinschaft mögen, fühlen sich hier angenommen“, freuen sich Petra Lorenz und Rolf Heinemeier. Und das war erst der Anfang! „Unsere Vision für die Zukunft ist die Einrichtung des Treffpunktes ‚Kirchenküche“, erklären die zwei voller Begeisterung. Und erläutern ihr Projekt: „Die Idee ist, dass wir hier noch einmal einen sozialen Treffpunkt schaffen möchten, an dem sich Groß und Klein, Alt und Jung trifft - so wie es auch früher in den Familien üblich war.“
Auch in Einbeck wird gerade an einer Gemeinde der Zukunft gebaut: Ulrich Hoppe, Kirchenvorstandsvorsitzender der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Einbeck und ebenso Vorsitzender in den Bauausschüssen des Kirchenkreises und in Einbeck, denkt bei dem Thema „Ich baue die Gemeinde der Zukunft“ zunächst an die ermutigende Zusage Jesu in Mt. 16.18: Ich will meine Gemeinde bauen. Er sagt: "
Ich baue auch für die Gemeinde, aber Gott sei‘s gedankt, nicht allein. Hervorragende Fachleute haben uns Kirchenvorstehern bei dem Architektenwettbewerb geholfen, die Planer mit den besten Ideen für unser neues Gemeindehaus zu finden. Gute Handwerker werden in diesem Jahr ans Werk gehen. Wir bauen ein Haus für die Zukunft der Gemeinde."
„Ich öffne Türen in die Zukunft“ - das ist das Motto von Elke Volger für ihre Tätigkeit im Kirchenvorstand. Seit sechs Jahren ist sie Kirchenvorsteherin in der Kirchengemeinde Iber-Odagsen. „Damals wurde ich vom Pastor angesprochen, ob ich mich nicht im Kirchenvorstand engagieren möchte.“ Und seitdem gestaltet sie die „Kirche im Leinetal“ aktiv mit. „Ich finde es wichtig, dass die Kirche im Ort bleibt“, erklärt die 48-Jährige, die als Hauswirtschaftsleitung in einem Seniorenheim in Einbeck arbeitet. Neben der Familie und dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb schafft sie es dennoch, sich im Kirchenvorstand einzubringen. „Etwa zwei Stunden pro Woche bin ich sicherlich für die Kirche unterwegs“, erklärt sie. Und ergänzt: „Wenn man sich für etwas wirklich einsetzen möchte, dann findet man dafür auch die Zeit. Für das Wichtige nehme ich sie mir.“ Und dann öffnet Elke Volger sogar Türen in die Zukunft: „Leben steht nicht still, ständig verändern sich unsere Bedingungen, wir verändern uns. Wer wir sind und wo wir stehen, verdanken wir unseren Lebensbegleitern: Menschen, aber auch Traditionen, die uns geprägt haben und unseren Träumen, die uns antreiben, Neues zu wagen.“ Es gehe ihr darum, genau hinzuschauen und neue Blickwinkel zu entdecken. „Ich möchte mit anderen Türen öffnen, um uns als Gemeinde zu ermöglichen, kirchliche Traditionen zu bewahren, sie aus anderen Perspektiven zu entdecken, um Innovationen möglich zu machen. Geöffnete Türen machen es möglich, einen Schritt über die Schwelle zu gehen und einzutreten.“