Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Kirche von morgen mit und für Menschen gestalten“

Nachricht 24. Januar 2018

Pastorenehepaar wird am 4. Februar in Katlenburg ordiniert

Über gleich zwei neue Pastoren dürfen sich die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes in Katlenburg freuen: Kristina Wollnik-Hagen und Stefan Wollnik werden am Sonntag, 4. Februar, um 10 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang in der St.-Johannes-Kirche Katlenburg durch Landessuperintendent Eckhard Gorka ordiniert.

Bisher hat das Paar für sein Vikariat an getrennten Orten gelebt: Stefan Wollnik hat seine Zelte in Bispingen abgebaut und Kristina Wollnik-Hagen Abschied von ihrer Gemeinde in Deutsch Evern bei Lüneburg genommen. In Katlenburg teilen sie sich nun ab Februar eine volle Stelle. Eine Konstellation, die perfekt zur Familienplanung passt, denn Anfang April erwartet die junge Familie Nachwuchs. Für ihre Probedienststelle in Katlenburg haben Kristina Wollnik-Hagen und Stefan Wollnik genaue Vorstellungen, wie sie ihre Stärken gewinnbringend für die Gemeinde einsetzen können: „Sehr wichtig ist mir, gemeinsam mit Menschen vor Ort Glauben zu leben. Das habe ich in meiner Zeit im Vikariat in der St.-Antonius-Gemeinde in Bispingen erlebt, und dies möchte ich nun auf meiner ersten Stelle weiterführen“, erklärt Stefan Wollnik. Dem 30-Jährigen ist es dabei ein Anliegen, vor Ort mit den Gemeindemitgliedern vertraute Glaubenswege zu gehen und hierbei gemeinsam unterschiedliche Formen und Formate des Glaubens neu zu entdecken. Er ergänzt: „Ein wichtiger Schwerpunkt der Gemeindearbeit ist für mich, Menschen in Umbruchsituationen ihres Lebens in Kasualien glaubwürdig und professionell zu begleiten. Außerdem möchte ich das Ehrenamt und die Öffentlichkeitsarbeit stärken, unter anderem durch Nutzung der neuen Medien.“

Kristina Wollnik-Hagen beschäftigt seit Beginn ihres Studiums die Frage nach gegenwärtiger und zukünftiger Form und Gestalt kirchlichen Handelns und Daseins. So hat sie ihre Examensarbeit zum 1. Theologischen Examen zu diesem Thema geschrieben und es während ihrer Vikariatszeit aus praktischer wie theoretischer Perspektive intensiv weiterverfolgt. Nun hat sie die Möglichkeit erhalten, im Rahmen einer Dissertation zu neuen Formen kirchlichen Handelns und Daseins zu forschen. „Ich würde mich sehr freuen, wenn es mir durch eine halbe Probedienststelle ermöglicht werden könnte, Theorie und Praxis eng miteinander zu verknüpfen und eine Brücke zwischen wissenschaftlichen und praktischen Impulsen zu bilden, um gemeinsam mit anderen mutig Kirche im Wandel zu gestalten“, erläutert die 29-Jährige. In ihrem Vikariat in der Martinusgemeinde Deutsch Evern, einer jungen Gemeinde mit traditionellen Strukturen, wurde ihr nach dem Studium in Tübingen, Göttingen, Lund und Berlin deutlich, dass es um das behutsame Wechselspiel von Innovation und Tradition geht. „In meiner Vikariatszeit ist mir die Absicht, Kirche von morgen mit und für Menschen zu gestalten, sehr wichtig geworden. So habe ich die Arbeit mit Kindern und Senioren neu entdeckt und viel Freude bei der Vorbereitung diverser Gottesdienste und Predigten verspürt.“

Beide möchten sich den Aufgaben und Herausforderungen gemeindlicher Arbeit gern zusammen im Team mit Haupt- und Ehrenamtlichen stellen. „Menschen nahezubringen, wie die befreiende Botschaft unseres Glaubens stets neu relevant für den Einzelnen, aber auch das Miteinander in der Gesellschaft werden kann, ist mir ein großes Anliegen“, fügt Stefan Wollnik hinzu. „Gemeinsam mit anderen etwas in ihrem Lebensraum zu bewegen und sie an ihrem persönlichen Standort abzuholen, betrachte ich als Kernkompetenz pastoralen Handelns in einer Gemeinde.“ Hierbei liegt es ihm am Herzen, auch neue Projekte anzustoßen und Menschen für eine Idee zu begeistern, um diese gemeinsam umzusetzen. Wollnik erklärt: „Das gemeindeleitende und -aufbauende Handeln geschieht für mich stets gabenorientiert. In leitender Funktion habe ich als Kurssprecher vielfältige Erfahrungen sammeln können und dort, wie auch in der beruflichen Praxis in der Vikariatsgemeinde und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit meine Kompetenzen gestärkt.“

Kristina Wollnik-Hagen fügt lächelnd hinzu: „Ich freue mich darauf, mit meinem Mann und anderen Menschen gemeinsam Form und Gestalt kirchlicher Zukunft mit gestalten zu dürfen. Denn gerade in Zeiten kirchlichen Wandels wird eine für das Leben sinnhafte Kommunikation des Evangeliums immer wichtiger.“