Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

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Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Kirchenvorstandswahl? - Wie funktioniert das?

Nachricht 28. Februar 2018

Informationen zur Wahl am 11. März - und eine eisige Challenge der Landeskirche

Bei denen, die in der Kirche aktiv sind, ist die Kirchenvorstandswahl spätestens seit dem Ende des Luther-Jahres das beherrschende Thema. Am 11. März ist es soweit, dann wird gewählt – auch im Kirchenkreis Leine-Solling. Warum eigentlich? Weil die Zeiten, in denen eine Pastorin oder ein Pastor allein in den Gemeinden den Ton angab, lange vorbei sind und weil tatsächlich schon Martin-Luther dafür plädierte, dass auch theologische Laien ein Mitspracherecht haben.

Diese Mitverantwortlichen sind in der evangelischen Kirche heute besonders wichtig. Sie organisieren viele Veranstaltungen, die in der Gemeinde stattfinden und sie reden auch bei den richtungsweisenden Entscheidungen mit. Auch Bauvorhaben sowie Stellenbesetzungen und Finanzplanungen gehören dazu.

Im Kirchenkreis Leine-Solling wird in 44 Kirchen- und Kapellengemeinden gewählt. Insgesamt 364 Kandidatinnen und Kandidaten wurden im Kirchenkreis Leine-Solling gefunden, in den meisten Gemeinden im Kirchenkreis sind das mehr als Plätze im Kirchenvorstand zu vergeben sind. 255 werden schließlich gewählte Mitglieder in den Kirchenvorständen sein. Es wird also zu einer echten Wahl kommen und jedes Gemeindeglied darf mitentscheiden. Wer zur Wahl steht, wurde bereits bekanntgegeben, alle Kandidaten stehen aber natürlich auch auf den Wahlzetteln, die es am Wahltag in den Wahllokalen gibt.

Mehr als 50.000 Wahlberechtigte, die zu einer evangelischen Kirchengemeinde im Kirchenkreis Leine-Solling gehören, sind aufgerufen, die neue Führungsriege zu wählen.
Wahlbenachrichtigungen sind verschickt worden, auf denen steht, wo sich der Wahlraum befindet. In diesen Benachrichtigungen befindet sich auch eine Karte, mit der die Briefwahl beantragt werden kann. Alles Weitere wird auf den Stimmzetteln selbstverständlich erklärt. Auch ohne Wahlbenachrichtigungskarte können Kirchenmitglieder bei Vorlage der Ausweise in ihrem Wahlbezirk wählen.

Wahlberechtigt sind übrigens alle Kirchenmitglieder der evangelischen Kirche, in diesem Jahr erstmals ab einem Alter von 14 Jahren. Um denen die Wahl besonders schmackhaft zu machen gibt es von der Landeskirche sogar eine Challenge für die Kirchengemeinden. Diejenige Gemeinde nämlich, in der prozentual die meisten Wählerinnen und Wähler unter 16 Jahren ihre Stimme abgeben, erhält zur Einführung des neuen Kirchenvorstands dann 20 Kilo der exklusiven Eissorte „KircheMitEis“.

Nach der Wahl werden noch weitere 76 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in die Kirchenvorstände im Kirchenkreis berufen. Die Einführung der neuen Kirchenvorstände ist in der Regel für Juni geplant. Damit dauert die „Regierungsbildung“ in den Kirchen zwar fast ebenso lange wie nach der Bundestagswahl, doch geht es hier ohne zähe Koalitionsverhandlungen und nervigen Medienrummel ab.