Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Den Kirchenkreis für die Zukunft fit machen

07. Juni 2018
Foto: Christian Dolle

Kirchenkreistag Leine-Solling stellt Weichen

Der in den Medien vielzitierte Pastorenmangel kommt auch auf den Kirchenkreis Leine-Solling zu. Daher versucht man, dem so gut es geht entgegenzuwirken, sagte Superintendent Jan von Lingen bei der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages in Einbeck. Ein Baustein hierzu sind die Bedingungen für das attraktive Pfarramt, die aktuell Schritt für Schritt erarbeitet werden und sich mit ganz praktischen Bedürfnissen auseinandersetzen.

So wurde beispielsweise im Finanzausschuss über einen Finanzierungsfond für technische Ausstattung diskutiert, aus dem Pastorinnen und Pastoren Zuschüsse für individuell notwendige Anschaffungen bekommen können. Das gab es bisher auch schon, läuft nun allerdings aus, so dass über eine Neuauflage abgestimmt werden musste. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Ein weiteres Thema war der neue Kirchenkreisverband mit dem Kirchenkreis Harzer Land. Gemeinsam betreiben die beiden Kirchenkreise das künftige Kirchenamt in Northeim. Mit der Verbandsgründung zu Pfingsten hat sich der Gründungsausschuss aufgelöst und der Verband nimmt seine Arbeit auf. Damit dies möglich ist, galt es zwei Mitglieder des Kirchenkreisvorstandes in den Verbandsvorstand zu wählen. Hier fiel die Entscheidung auf Joachim Hartung aus Northeim und Günter Dietzek aus Einbeck.

Eine ebenfalls große Neuerung steht ab 2019 an, wenn der Kirchenkreistag neu gewählt wird. Hierzu wurde insbesondere über die Wahlbezirke diskutiert, die neu eingeteilt werden, damit ordinierte und nicht ordinierte Mitglieder aus allen Regionen dem Gremium angehören und es so ein Abbild des gesamten Kirchenkreises ist. Statt einer Wahl, so erläuterte Kirchenkreisamtsleiter Karl-Heinz Himstedt, könne es aber auch übereinstimmende Beschlüsse aus den Wahlbezirken geben, damit das Prozedere abgekürzt wird. Das habe sich bei der Bildung des jetzigen Kirchenkreistages schon bewährt und so wurde auch diesmal für diese Variante votiert.
Bevor es soweit ist, werden die neuen Kirchenvorsteher in allen Gemeinden jetzt erst einmal in ihr Amt eingeführt. Daher ergriff Superintendentin Stephanie von Lingen noch einmal die Gelegenheit, um auf die Kirchenvorstandswahl zurückzublicken, die aus Sicht des Kirchenkreises Leine-Solling gut gelaufen ist.

„Wir gehören mit 23 Prozent zu den Kirchenkreisen in Niedersachsen mit der höchsten Wahlbeteiligung“, stellte sie erfreut fest, räumte aber auch ein, dass in Zukunft eine Neuregelung gefunden werden müsse, damit die Wahlbeteiligung insgesamt nicht weiter sinke, denn 15 Prozent Wahlbeteiligung innerhalb der Landeskirche seien ein deutliches Signal.
Für die neuen Kirchenvorsteher und -vorsteherinnen wird es am 20. Oktober einen Kirchenvorstehertag gemeinsam mit dem Kirchenkreis Harzer Land geben. Hierzu wird Landesbischof Ralf Meister erwartet, außerdem werden Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, die für die Arbeit in den Gemeinden fit machen.