Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Gewählt, berufen, eingeführt – und nun?Jugendliche ei-genverantwortlich gestalten lassen

25. Oktober 2018

Jan Mönnich und Axel Peter informierten über Jugendarbeit in beiden Kirchenkreisen
Jugendarbeit ist in den Kirchenkreisen Leine-Solling und Harzer Land ein wichtiger Baustein. Immerhin geht es darum, Jugendlichen Verantwortung zu übertragen, sie mit sozialen Fähigkeiten auszustatten und auch, ihnen Aspekte des christlichen Glaubens zu vermitteln. Wie das passiert, ist in beiden Kirchenkreisen und durchaus auch in den einzelnen Regionen relativ unterschiedlich. Dennoch gilt überall, dass Angebote der Jugendarbeit auf keinen Fall als Konkurrenz für die Kirchengemeinde vor Ort zu verstehen sind.
Durch die Fusionsgeschichte beider Kirchenkreise, haben es Axel Peter im Harzer Land und Jan Mönnich in Leine-Solling derzeit noch mit unterschiedlichen Modellen zu tun, aus denen heraus allmählich gemeinsame Strukturen erwachsen, die sich aber auch immer wieder den veränderten Bedürfnissen Jugendlicher anpassen müssen. Im Kirchenkreis Leine-Solling beispielsweise gibt es mit Einbeck, Northeim und Uslar derzeit drei Standorte, an denen Jugendvorstände unter Anleitung der jeweiligen Hauptamtlichen inklusive FSJ-ler und einer Jugendpastorin relativ eigenverantwortlich agieren und Entscheidungen treffen.
Bei Freizeiten beispielsweise sind Teamer die Ansprechpartner, die als Qualitätsstandart die Juleica-Schulung absolviert haben müssen. Auch die regelmäßigen Jugendgottesdienste finden unter eigener Regie statt. Jan Mönnich sieht sich hier nur als Begleiter, betonte er. Geplant ist im Moment ein Gremium für den gesamten Kirchenkreis.
Im Harzer Land wurde ganz aktuell ein Jugendpastor in sein Amt eingeführt. „Wir sind zusammengeschmolzen worden“, sagte Axel Peter, daher sei es schwer, vom zentralen Jugendhaus in Osterode in alle Regionen zu wirken. „Wir kriegen es bis jetzt nicht manifestiert, dass auf Freizeiten nur Juleica-Leute als Teamer mitgenommen werden“, sagte er, oft sei die sorge zu groß, dass man dann gar keine Leute mehr findet.
Dabei lebe die Jugendarbeit ihrer Meinung nach eben gerade davon, dass man den Jugendlichen viele Gestaltungsmöglichkeiten lässt. Wenn man sie ernst nimmt und sich für ihre Arbeit interessiert, dann entstehen plötzlich auch Ebenen, auf denen die Jugendlichen und die „normale“ Gemeinde gemeinsam etwas aufbauen können, so ihre Erfahrung. „Wir merken, dass Jugendliche Sehnsucht danach haben, etwas Eigenverantwortliches zu tun“, sagten beide und appellierten daher an die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, all das zuzulassen und sich vielleicht auch einfach mal darauf einzulassen.