Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Zeit für Freiräume“ soll den Alltag entschleunigen

10. Januar 2019

Landesbischof ruft Gemeinden zur Beteiligung auf

2019 wird es in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers „Zeit für Freiräume" geben: ein Jahr für Aufbrüche und Fragen, für Unterbrechungen, Besinnung und vielleicht auch für Neubeginn. Die Welt verändert sich rasant, was bedeutet das für uns persönlich und für die kirchliche Arbeit? Was wollen wir tun? Was wollen wir lassen oder verändern? Was gibt uns Kraft, und wo finden wir Hoffnung? Wir nehmen uns Zeit und denken über „Freiräume" nach. Eine Internetseite informiert über das „Projekt, das kein Projekt sein will“ (www.freiraeume2019.de). Landesbischof Ralf Meister erinnert dabei an die biblische Tradition des Sabbats und an seine eigentliche Bestimmung. Der wöchentliche Ruhetag unterbricht unseren Lebensrhythmus „um des Menschen willen“ (Markus 2,23-28).  In seinem Aufruf wendet sich der Landesbischof auch an die Kirchengemeinden: „Sprechen Sie über dieses Thema - in Ihrer Einrichtung, in Gemeinde und Kirchenkreis. Überlegen Sie in Ihrem Team, mit Gruppen und Kreisen. Sammeln Sie Meinungen, Ideen und Wünsche dafür, wie Sie die Arbeit vielleicht anders und einfacher gestalten können. Wie können wir Routinen durchbrechen und Freiräume schaffen? Wagen Sie Experimente: Was wäre, wenn Sie etwas weglassen würden? Was wäre, wenn Sie einen Gottesdienst mal ganz anders feiern als sonst? Was wollten Sie schon immer einmal gerne tun, was wollten Sie längst unterlassen? Was können Sie begrenzen? Wohin kann dieser Freiraum Sie führen? Schon das offene Gespräch über eigene Freiräume ist ein wichtiger und sinnvoller Schritt. Es zeigt Belastungen und Nöte, es weckt Wünsche und Träume und führt zu neuen Bildern über die Zukunft unserer Kirche.“


Herr Meister, worum geht es in der „Zeit für Freiräume“?
Es geht darum, auszuprobieren und zu entdecken, was wir tun und möglicherweise auch lassen können. Ich wünsche mir eine bescheidene, aber fröhliche Suche nach Veränderungen im eigenen Glauben und Leben, in der Gemeinde und in der Kirche. Freiräume heißt Mut zur Unterbrechung, zum Beispiel von Gewohnheiten, Prinzipien und Ordnungssystemen. Toll wäre es, wenn dabei originelle, kleine, verrückte Ideen entstehen, die den Alltag in Kirche und Glauben verändern.
Am 6. Januar fanden die Auftaktgottesdienste statt. Wie geht es danach weiter?
Wir sind sehr gespannt, mit welcher Dynamik sich die Freiräume vor Ort weiterentwickeln. Wir haben bewusst nur ganz wenig vorab produziert, weil die „Zeit für Freiräume" von den individuellen Aktivitäten aller Beteiligten in der Landeskirche lebt.
Gibt es einen besonderen Freiraum für Sie persönlich im Jahr 2019?
Ich werde unter anderem vier Wanderungen von jeweils zwei bis drei Tagen durch die Landeskirche unternehmen. Geplant ist, dass ich mit unterschiedlichen Personengruppen unterwegs bin. Jeder Tag wird mit einer Morgenandacht beginnen, übernachten werden wir in einfachsten Quartieren. Am meisten freue ich mich dabei auf die Gespräche. Was beschäftigt die Menschen? Wie kommen wir zueinander?