Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Erfolgreicher Zusammenschluss

07. Februar 2019

Netz Trauerbegleitung in Südniedersachsen besteht seit 20 Jahren

Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Netzes Trauerbegleitung in Südniedersachsen laden die Akteure zu einem kleinen Festakt ein: Samstag, 9. Februar 2019 zwischen 14.30 und 17.30 Uhr in der Kreuzkirche, Immanuel-Kant-Straße 46, Göttingen.
Die Trauerarbeit insgesamt und der besondere Anlass des zwanzigjährigen Zusammenschlusses soll mit einer Andacht, durchgeführt von Superintendent Selter, gefeiert werden. Im Rahmenprogramm werden die verschiedenen Angebote vorgestellt und Betroffene stehen für Gespräche bereit, um über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Gruppen und ihrem persönlichen Trauerweg zu berichten. Tische mit Kinderbüchern, Bilderbüchern und Trauerliteratur für Erwachsene stehen zur Einsicht bereit.
Besonders freuen sich die Akteure auf einen Vortrag von Christine Stockstrom, eine der ersten Trauergruppenleiterinnen in Südniedersachsen und Ausbilderin für Trauerbegleitungen. Gerahmt wird die Veranstaltung von der Musikgruppe Swinging Amateurs. Ein Kuchenbuffet lädt zu gemütlichem Verweilen ein. Die Mitglieder des Arbeitskreises freuen sich auf viele Interessierte beim Festakt, auf einen regen Austausch und ein informatives und gemütliches Miteinander.
Einen Tag später wird der Gottesdienst in der Kreuzkirche ebenfalls das Thema „Begleitung in dunklen Zeiten“ aufnehmen. Der Gottesdienst ist um 10 Uhr mit Pastorin Dörte Keske.
Die Hintergründe, die 1999 zu dem Zusammenschluss im Arbeitskreis führten, waren vielfältig: Seit Anfang der 90er Jahre etablierten sich in vielen Städten und Gemeinden Hospizgruppen, um sterbende Menschen zu begleiten und um den letzten Lebensweg, so gut es ging, lebenswert zu gestalten. Schnell war klar, dass mit dem Tod die Begleitung von Angehörigen nicht aufhören durfte. So entwickelten sich Trauergruppen, die sich - je nach Bedarf - spezialisierten. So gibt es heute den Regenbogenkreis für Angehörige von früh verstorbenen Kindern, die verwaisten Eltern, die Trauergruppen bei Partnerverlust, Trauergruppen für Männer, Beratungsangebote für Angehörige von Suizidopfern, Trauercafés und anders mehr. Um all diese Angebote zu vernetzen, um voneinander zu wissen und um kollegiale Supervision zu ermöglichen, trafen sich am im Februar 1999 sieben Frauen und ein Mann. Die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe besprach die Notwendigkeit, den vielfach ehrenamtlich Tätigen eine professionellere Basis zu geben und gemeinsam Öffentlichkeitsarbeiten zu gestalten. Organisatorisch getragen wurde die wachsende Gruppe vom evangelischen Kirchenkreis Göttingen und dem Hospizdienst Leine-Solling.
So können seitdem u.a. Hausärzte, Krankenkassen und Trauernde in Südniedersachsen übersichtlich alle Angebote erfahren und von einer entsprechenden Gruppe oder Einzelberatung profitieren. Zu finden ist der aktuelle Flyer in vielen Arztpraxen, Krankenhäusern und Kirchengemeinden oder im Netz unter https://trauerbegleitung.wir-e.de/aktuelles.

Annette Hartmann, Leitung Hospizdienst Leine-Solling
(Dipl. Sozialpädagogin /-arbeiterin (FH), Systemische Therapeutin und Beraterin (SG),
Trauerbegleitung, Trauma, Demenz, Psychoonkologie, Palliativ Care, Supervision)