Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Wer einmal anfängt, hört nicht wieder auf!“

20. Juni 2019
Foto: Mareike Spillner

Strick-Treff im Haus der Begegnung ein voller Erfolg

Jeden Donnerstag kurz vor 17 Uhr herrscht reger Betrieb auf der Bank vor dem Haus der Begegnung in Northeim. Denn dann warten etwa zehn Damen darauf, dass der Strick-Treff endlich losgeht. Eigentlich sollte das Motto ja „Sockenstricken erlernen“ heißen, als Sozialpädadogin Anna Holland Anfang März zu der Initiative aufrief. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass sich so viele Hobby-Strickerinnen melden, die eigentlich schon Profis sind“, berichtet die sympathische Leiterin des Hauses der Begegnung am Kirchplatz 7. Eigentlich sollten es nur vier Treffen werden – doch die Teilnehmerinnen wollten mehr. So wurde daraus eben ein reger Austausch über Muster, Fersen und Längen – und über die Werke, die die Woche über zu Hause entstanden sind. Wie zum Beispiel Strümpfe für Groß und Klein, Stulpen oder auch ein feiner Mohair-Schal, der Stolz in der Runde umhergezeigt wird. „Wer einmal damit anfängt, hört nicht wieder auf“, sagt eine Dame über das Sticken. Und ihre Sitznachbarin pflichtet ihr bei: „Das ist wie eine Sucht – aber eine positive.“ Jede Woche steht eine neue Aktion auf dem Programm. Heute das „Guerilla-Knitting“, aus Großstädten bekannt, bei dem Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert werden. Jede der Damen hat dazu einige fertiggestricke Läppchen mitgebracht, die um draußen um das Geländer gewickelt und aneinander gehäkelt werden. Guerrilla für „kleiner Krieg“ – und engl. Knitting für „Stricken“, auch Urban Knitting, Radical Stitching, Yarn bombing oder gestricktes Graffito (Knitted graffiti) genannt, ist eine Form der Streetart.

„Die Damen wollten gerne auf das Haus der Begegnung aufmerksam machen, also werden heute Geländer und das Schild vor der Tür eingestrickt“, sagt Anna Holland augenzwinkernd. Ihre Projekt-Stelle war auf zwei Jahre befristet und läuft zum Jahresende aus. In dieser Zeit hat sie viele Aktionen ins Leben gerufen und Projekte initiiert. So wurde mit einem Familiencafe gestartet, es gab einen Treff internationaler Frauen und ein Angebot für Senioren. Schließlich legte Anna Holland den Schwerpunkt auf Einzel-Events, wie Kürbissuppe kochen, ein Kinoevent, geführte Spaziergänge durch Northeim und die St. Sixti-Kirche sowie Infoabende zum Thema Patientenverfügungen zum Beispiel.
Der nächste Termin im Haus der Begegnung ist eine Veranstaltung zum Thema Patientenverfügung am Dienstag, 25. Juni, um 18.30 Uhr in den Räumen am Kirchplatz 7. Anna Holland freut sich auf neue Besucher und bittet um kurze Anmeldung (Anrufbeantworter: 05551/9084646), da der Platz begrenzt ist.