Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Plattdütsche Kerke underwejens” im Kirchenkreis

05. September 2019

Beliebte Gottesdienst-Reihe – nächste Runde ab September

So steiht düt Jahr ganz in´n Teken von uns plattdütsche Sprak: Im Herbst lautet das Motto im Kirchenkreis Leine-Solling „Ernte und Dank”. Die ersten beiden Gottesdienste der Plattdeutsch-Reihe starten am kommenden Sonntag, 8. September, um 9.30 Uhr in Katlenburg mit Pastor Dirk Grundmann und gleich im Anschluss um 11 Uhr in der Corvinuskirche in Northeim mit Pastor Jens Gillner.

In dieser Gottesdienst-Reihe kommen Menschen zusammen, denen der Erhalt des Plattdeutschen am Herzen liegt. Sie suchen nach Möglichkeiten, diese oft in Vergessenheit geratene Sprache in die Öffentlichkeit zu bringen. Kirche kann ihnen diese Möglichkeit eröffnen.
Im Herbst 2017 entstand ein Team mit dem Ziel, in vielen verschiedenen Orten plattdeutsche Gottesdienste zu halten. Dies geschieht überwiegend in Dorfkirchen. 2018 hielt das Team insgesamt 16 dieser Gottesdienste, überwiegend im Kirchenkreis Leine-Solling, zum Teil aber auch im südlich angrenzenden Kirchenkreis Göttingen. „Das Konzept dieser Gottesdienste ist ebenso einfach wie erfolgreich”, erklärt Pastor Dirk Grundmann aus Moringen. Das Team ist mittlerweile auf 18 Mitwirkende angewachsen, immer sechs von ihnen übernehmen zwei Gottesdienste nacheinander an einem Sonntag. Je öfter das Team den Gottesdienst hält, umso vertrauter wird das Team mit dem Ablauf. Gleichzeitig muss Pastor Grundmann lediglich einen Gottesdienst ausarbeiten, der dann aber etliche Male gehalten wird – in ganz verschiedenen Orten und deshalb mit immer neuen Besuchern. Somit würden gleichzeitig die Pfarrämter entlastet. 

Die weiteren Gottesdienste im Herbst immer sonntags: 22. September um 14 Uhr in Schoningen mit Pastorin Rita Sennert, anschließend Kaffee und Kuchen, 13. Oktober um 9.30 Uhr in Gillersheim mit Pastorin Johanna Hesse, ebenfalls am 13. Oktober um 11 Uhr in Dorste mit Ralf Giessler, 20. Oktober um 9.30 Uhr in Imbshausen mit Julian Knötig, ebenfalls am 20. Oktober um 10.30 Uhr in Langenholtensen mit Pastorin Lui Parasie, 3. November um 9.30 Uhr in Hammenstedt mit Pastor Harald Möhle, ebenfalls am 3. November um 11 Uhr in Berka mit Harald Möhle. Alle Interessierten, auch aus der Umgebung, sind dazu herzlich eingeladen.

„Die plattdeutsche Sprache hilft, die Botschaft der Bibel in die Lebenswirklichkeit der Menschen hineinzutragen“, heißt es auf der Homepage der Landeskirche: „Davon sind die etwa 300 Theologen, Lektoren und Prädikanten, die sich unter der Leitung der Plattdeutschbeauftragten der Hannoverschen Landeskirche in der seit 50 Jahren bestehenden Arbeitsgemeinschaft „Plattdüütsch in de Kark“ Niedersachsen/Bremen engagieren, überzeugt”. Von den knapp 8 Millionen Niedersachsen sprechen 14 Prozent gut oder sehr gut plattdeutsch. Darüber hinaus gebe es in den Gemeinden sehr viele Menschen, die die Sprache nur gelegentlich verwenden, sie aber gut verstehen und von ihrem Charme und Humor fasziniert sind. Plattdeutsch ist eine direkte und deutliche Sprache, die von Verben lebt und abstrakte Nomina vermeidet. Bibeltexte und Glaubensinhalte werden deshalb ‚op Platt’ oft ganz neu wahrgenommen und plattdeutsche Gottesdienste in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt und – auch von kirchenfernen Menschen - sehr gut besucht.

Text: Mareike Spillner