Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Bilder und Texte zu Leben und Endlichkeit

30. Oktober 2019

Ausstellung „Gemeinsam unterwegs“ läuft noch bis zum 1. November
NORTHEIM. „Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben. Was mir wichtig ist, entscheide ich allein, denn mir wird keine Stunde je zurückgegeben.“ So sagt Rolf Zuckowski in einem seiner Liedertexte. Am Montag haben die ersten Besucher die Ausstellung „Gemeinsam unterwegs“ in der Christuskirche in Northeim besucht und sich von den Bildern des Inselmalers Anselm inspirieren lassen. Kombiniert werden die Bilder mit Textzeilen des Liedermachers Rolf Zuckowski zu Leben und Endlichkeit, für das Konzept zeichnet sich die Diakonin Kerstin Slowik verantwortlich. Die Bilder und Texte laden dazu ein, einmal über den eigenen Lebensweg, über das Abschiednehmen und die eigene Endlichkeit nachzudenken. Die Ausstellung, die schon durch viele Orte Deutschlands tourte, will Geschichten vom Leben erzählen. Sie will davon erzählen, wie einzigartig jeder Mensch, jedes Miteinander, jede Begleitung, jede Begegnung ist.
Am Montagabend gab Dorothea Speyer-Heise in ihrem Vortrag „Du bist mir wichtig und jetzt hast du Krebs. Und was ist mit uns?“ einen Einblick in das Erleben der Angehörigen. Im Verlauf ihres Vortrages gab sie den Anwesenden Tipps, wie sie dem Erkrankten hilfreich zur Seite stehen und wie sie gut für sich selbst sorgen können. Der Tag wurde abgerundet durch eine Einführung von Bettina Wilp in die Ausstellung und Lieder von ihrem Sohn Hanke am Flügel. „Die Meisten von uns werden eher die Kinderlieder von Rolf Zuckowski kennen.“ Seine thematische Palette reicht jedoch von der Geburt über die Erlebniswelt der Kindheit bis hin zu den Herausforderungen des Erwachsenenlebens. Wichtig ist ihm dabei, die Gefühlsmomente des Lebens in Musik zu übersetzen. In einem seiner jüngsten Alben für Erwachsene „Deine Sonne bleibt" widmet er sich einer der schwersten Lebensphasen zu und möchte Zuversicht, Kraft und Trost spenden. Aus diesem Album sind viele der in der Ausstellung verwendeten Liedtexte. In der Kombination mit den Bildern des Inselmalers bekommen sie eine besondere Bedeutung.
Ausstellung „Gemeinsam unterwegs“ noch geöffnet bis einschließlich 1. November
Der Verein „MANTEL e. V.“ zeigt die Ausstellung bis zum 1. November in den Räumen der  Christuskirche der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Northeim, Wolfshof 3. Sie ist jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet, für Gruppen auf Wunsch auch vormittags (Anmeldung unter DerMantel@t-online.de oder Tel. 05551/915833). Fachkundige Begleiter stehen für Gespräche zur Verfügung. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.dermantel.de.
An jedem Abend wird um 19 Uhr ein Vortrag zu Themen aus dem Bereich der Hospizarbeit und zu Fragen rund um Krebserkrankungen angeboten.
Die Vortragsreihe geht weiter am heutigen Mittwoch, 30. Oktober, mit einem Vortrag über „die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs in Narkose in einer palliativen Situation“. Eine Erkrankung, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, kann häufig noch andere Begleiterkrankungen mit sich bringen, die sich einer weiteren Therapie unterziehen müssen. Manche Situationen erfordern auch die Notwendigkeit einer Operation, um eine Linderung der Beschwerden und damit eine Verbesserung der Lebenssituation hervorzurufen. PD Dr. med. Gerd-Gunnar Hanekop (Anästhesist, Palliativmedizinische Projektberatung; Leitender Oberarzt am Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin Klinikum der Georg-August-Universität) wird in seinem Vortrag deutlich machen welche Möglichkeiten es gibt und wie versucht wird, eine möglichst gute Lebensqualität ist für einen Menschen mit einer schweren Erkrankung zu erreichen.
Der Vortrag wurde von der Ärztekammer mit zwei ärztlichen Fortbildungspunkten anerkannt. Interessierte können eine entsprechende Teilnahmebescheinigung erhalten
Am Donnerstag, 31. Oktober, geht es um das Thema: „Wo Medizin und Glauben sich berühren“. Wenn der Körper krank wird, leidet auch die Seele. Medizinische Hilfe gibt es reichlich, doch welche Unterstützung bekommt die angeschlagene Seele? Beide Disziplinen, die Medizin und die Seelsorge, können sich gut ergänzen. Auf unterschiedliche Weise bieten sie dem Erkrankten und seiner Familie Begleitung an. Die Referenten des Abends sind Bettina Wilp (Krankenschwester und Palliativ-Care-Fachkraft) und Pastor Matthias Spiegel-Albrecht (Klinikseelsorger am Ev. Krankenhaus Weende in Göttingen).
Die Vortragsreihe endet am Freitag, 1. November, mit dem Vortrag „Ich habe Krebs - wer hilft mir?“ Das Netz der ambulanten Palliativversorgung wird Dr. med. Martin Stolze (Facharzt für Hämatologie, Internistische Onkologie, Palliativmedizin, Notfallmedizin im Palliativnetz Leine-Solling) vorstellen. Er wird dabei unter anderem eingehen auf die Unterstützungsmöglichkeiten durch die spezialisierte ambulante Palliativbetreuung die hier im Landkreis das Palliativnetz Leine-Solling anbietet.
Im Anschluss an jeden Vortrag gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Alle Vorträge sind kostenfrei. Der Mantel e.V. freut sich über Spenden.