Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Lange Nacht der offenen Häuser 2019

07. November 2019

Einladung zur Zeitreise in St. Sixti-Kirche am 8. November

NORTHEIM. Erzählpodium, Friedensgebete und Musik: Bei der Nacht der offenen Häuser 2019 am Freitag, 8. November, um 20 Uhr wird es weniger um St. Sixti als Gebäude gehen, sondern mehr um Vergegenwärtigung von kirchlichen Aktivitäten, die 1989 stattfanden und zur Öffnung der Mauer beitrugen. Zu einer „Zeitreise“ mit Wort und Klang, Kerzen und Gesprächen wird dazu am Freitag in Northeim eingeladen. 

Beginn ist um 20 Uhr mit einem „Festlichen Entrée“ an der historischen Gloger-Orgel.
Majestätisch, klangprächtig und farbig wird es werden. Um 20.15 Uhr heißt es: „Eisenbahner und ihre erste Fahrt über die Grenze“. Am 12. November 89 fuhr erstmals nach 44 Jahren wieder ein Personenzug über die innerdeutsche Grenze. Zugbegleiter berichten von diesem historischen Tag. Orgelmusik zum Nachdenken unter dem Motto „Begrenzte Freiheit“ gibt es gegen 21 Uhr zu hören. Gegen 21.15 Uhr geht es zum Thema „Unterwandert, bespitzelt – und doch nicht klein zu kriegen weiter: Ein Theologe aus dem Osten erzählt von der Kirche in der ehemaligen DDR.“

1945 waren 90 Prozent der Menschen in Ostdeutschland Kirchenmitglieder, 1989 noch etwa 25 Prozent. 40 Jahre lang hat der Staat mit immer wieder neuen Methoden versucht, die Kirche einzuschränken. Und doch wurde die Kirche zu einem Hort des Widerstands mit Basisgruppen und Friedensgebeten.

Um 22 Uhr folgen Abendlieder zum Zuhören und Mitsingen und gegen 22.15 Uhr die Aktion „Schichtdienst und Schlafplätze: Northeimer Kirchenleute berichten“. In den Tagen des Mauerfalls gab es viel zu tun rund um die St. Sixti-Kirche. Northeimer Zeitzeugen berichten von Begegnungen und Bettenlagern. Um 23 Uhr folgen Nachtmusik und anschließend Stille. Um Mitternacht schließt die lange Nacht der offenen Häuser in St. Sixti mit einer Andacht am Hochaltar ab. Unter dem Motto: „Die Tore stehen offen, das Land ist hell und weit“ gibt es Licht, Musik und einen Segen zum Aufbruch. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.