Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Notfallseelsorge ab sofort in Team-Leitung

12. Dezember 2019
Foto: privat

Torsten-Wilhelm Wiegmann, Annette Hartmann und Melanie Brühler an der Spitze

NORTHEIM. Gleich drei Nachfolger findet Erhard Krause, der die Koordination des Notfallseelsorgeteams beendet, weil er aus dem Landkreis Northeim fortzieht: Pastor Torsten-Wilhelm Wiegmann tritt quasi in seine eigenen Fußstapfen, denn er hatte die Leitung des Teams bereits von 2011 bis 2016 inne. Nun sind mit Annette Hartmann, die auch den Hospizdienst leitet, und Melanie Brühler, die sich ebenfalls seit einigen Jahren ehrenamtlich engagiert, zwei weitere erfahrene Notfallseelsorgerinnen mit in der Verantwortung. Zu seinem Abschied als leitender Notfallseelsorger und Geschäftsführer der Notfallseelsorge sowie für seinen engagierten, ehrenamtlichen Einsatz war Erhard Krause erst kürzlich das Facettenkreuz in Silber verliehen worden.

Die Notfallseelsorge ist von den Kirchen getragen, sie wendet sich aber an alle Menschen, die von einer plötzlichen Krise betroffen sind, und bietet „Erste Hilfe für die Seele“.

„Bei einem Hausbrand hat eine Familie ihr Zuhause verloren. Bei einem Verkehrsunfall sind körperlich unverletzte Beteiligte zu betreuen. Oder die Nachricht vom Tod eines Menschen ist den ahnungslosen Angehörigen zu überbringen. Dies sind Beispiele für das Einsatzgebiet der Notfallseelsorge“, heißt es auf der Homepage der Notfallseelsorge in Niedersachsen und Bremen.

Seit 1998 gibt es die ökumenische Notfallseelsorge im Landkreis Northeim. Die Menschen, die sich hier engagieren, sind von Haus aus Pastorinnen oder Lehrer, Sozialarbeiterinnen oder Diakone, sie kommen aus evangelischen, katholischen oder freikirchlichen Gemeinden. Allen gemeinsam ist die gründliche Schulung und regelmäßige Weiterbildung in verschiedenen Bereichen der Notfallseelsorge. Und allen gemeinsam ist auch der Wunsch, Menschen in einer akuten Notsituation beizustehen, unabhängig von deren Religion oder Weltanschauung. Denn in solchen Fällen braucht nicht nur der Körper erste Hilfe, sondern auch die Seele. Gerade in den ersten Stunden nach einem schlimmen Ereignis helfen Notfallseelsorger, den Schrecken auszuhalten, der Klage Ausdruck zu geben, vielleicht die Lähmung zu überwinden.

Zurzeit bilden 15 Kräfte das Team der Notfallseelsorge im Landkreis. Sie sind rund um die Uhr an jedem Tag der Woche im Wechsel im Einsatz und teilen sich die Dienste im Zweitageswechsel. Ausgerüstet sind sie mit Alarmmelder und Einsatzrucksack, in enger Absprache mit den Einsatzkräften von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei bieten sie ihre Unterstützung an. Im Jahr 2018 gab es 42 Einsätze.