Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Es werden wieder Gastfamilien gesucht

09. Januar 2020

Kinder aus der Region Tschernobyl sind im Sommer zu Gast
REGION.
Die Kinder und Mütter der diesjährigen Tschernobyl-Ferienaktion im Kirchenkreis Leine-Solling kommen vom 3. Juni bis 1. Juli zu Besuch. Aus diesem Grund sucht der Kirchenkreis Leine-Solling wieder Gasteltern. „Für 13 Gäste haben wir schon Gasteltern“, berichtet Cornelia Jäger, die Organisatorin der Aktion: „Es wäre für die Gruppenstärke und Programm-Erstellung aber gut, wenn es wenigstens noch vier oder fünf Kinder mehr würden. Für diese suchen wir noch Gastgeber.“
Die Sommergäste stammen aus dem Gebiet Gomel in Weißrussland, 200 Kilometer Luftlinie von Tschernobyl entfernt. Cornelia Jäger, die bereits seit mehr als 20 Jahren dabei ist und die Aktion vor Ort organisiert, erklärt, dass die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch heute nachwirkt: „Das Immunsystem ist stark geschwächt, die Krebserkrankungen nehmen zu." Es sei erwiesen, so Jäger, dass die Kinder sich bei einem Ferienaufenthalt in Deutschland nicht nur erholen, sondern dass sich auch die Blutwerte verbessern.
Den Flug und die nötigen Versicherungen für die mehreren hundert Gastkinder in Niedersachsen bezahlt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Die Ausgestaltung des Aufenthalts ist überwiegend Sache der Gasteltern und des Teams, das die Aktionen vor Ort plant und durchführt.

Wer in diesem Sommer Kinder aus der Region Gomel aufnehmen möchte, sollte sich schnellst möglich bei Cornelia Jäger, Hintere Straße 30, 37154 Northeim, Tel. 05551/64437 oder per E-Mail an jaeger-sudheim@gmx.de melden.


ERGÄNZENDE INFO:

Die Katastrophe von Tschernobyl sei in Vergessenheit geraten, dabei leiden die Kinder und Erwachsenen noch heute, so Jäger. Aus vielen Besuchen seien nach und nach Freundschaften und Familienverbindungen entstanden, berichtet sie. So seien heute einige Mütter dabei, die bereits als Kinder hier waren.

„Es wäre gut, wenn wir wenigstens noch einige neue Gasteltern finden könnten und auch für Mitarbeit im Team wären wir dankbar und offen“, berichtet Cornelia Jäger. „Das Programm stellen wir erst im Februar zusammen, wenn wir einen Überblick haben, wie viele Kinder und Erwachsene kommen.“ Während des Besuchs werden gemeinsame Aktionen für die Kinder zum Teil gemeinsam mit den Gastfamilien angeboten.