Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Ein besonderes Ständchen zum 5. Geburtstag

05. März 2020
Foto: Mareike Spillner

5-jähriges Bestehen: „Runder Tisch“ der Flüchtlingsbetreuung in Hardegsen

HARDEGSEN.
Zu einem besonderen Geburtstag gehören auch besondere Gäste: Der „Runde Tisch“ für Flüchtlingsbetreuung und Willkommenskultur in Hardegsen feierte Ende Februar mit dem 5. Geburtstag sein erstes kleines Jubiläum. Dies wurde mit einem internationalen und interkulturellen Geburtstagsbüfett im Weißen Saal des Muthauses des Burg Hardeg begangen. Ein besonderes Ständchen kam an diesem Tag von der alleinerziehenden Mutter Patience, die aus Zimbabwe geflohen war und in Deutschland mittlerweile eine Ausbildung zur Altenpflegerin absolviert. Sie sang ein gefühlvolles „Great is thy faithfulness“ a capella. Sichtlich gerührt wurde es ein Tag der Begegnung, der Gespräche und des Zusammenhalts – musikalisch umrahmt vom „Jazztett“, an diesem Tag ein Jazz-Quartett. Letzteren verspürt auch Bürgermeister Michael Kaiser von Beginn an: „Diese Kontinuität am Runden Tisch, bei dem selten mal ein Platz nicht besetzt ist, beeindruckt mich sehr und ist vorbildlich. Er gilt auf Kreisebene als 'Musterschüler' - wie mir mehrfach bestätigt wurde.“ Kaiser ergänzte: „Unser Motto lautet: Hardegsen ist bunt, tolerant und weltoffen!“

In Hardegsen ist der Runde Tisch mit den Menschen, die als Neuankömmlinge in der Stadt vom ersten Tag an durch „Alltagsbegleiter“, ehrenamtliche Sprachkurse, das Bürger-Frühstück, ein internationales Kochen und ein Café, ein Gärtner-Projekt, Dialog-Treffen und weitere regelmäßige Veranstaltungen begleitet werden, zusammengewachsen. „Es ist schon faszinierend, dass diejenigen, die selbst einmal Hilfe erhielten, heute zu jenen zählen, die anderen helfen und damit in der Mitte unserer Stadtgesellschaft angekommen sind“, betonte der Bürgermeister abschließend. Für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer sprach Reiner Raddatz über die „Hoch- und Tiefpunkte“ der vergangenen Jahre und lieferte einige Erfolgsgeschichten für Integration und Bleiberechte. „Doch wir müssen immer weiterkämpfen, dass die Menschen auch in Deutschland bleiben dürfen.

Hardegsen ist bunt, tolerant und weltoffen. Wir wollen immer wieder ein Zeichen dafür setzen, dass aus Fremden Freunde werden“, schloss er. Pastor Bernd Ranke schloss sich diesem Rückblick vor fünf Jahren an, als viele heimatlose Menschen nach Hardegsen gekommen waren und nach und nach in der Stadt eine neue Heimat fanden. „Sie trafen auf offene Arme, helfende Hände, ein neugieriges Kennenlernen. Darauf bin ich stolz. Es folgten das erste Kennenlernen, ein langsames Ankommen, Sprachkurse und schließlich die berufliche Neuorientierung und das Fußfassen. Integration ist hier in Hardegsen gelungen – darauf dürfen wir stolz sein!“ Das betonte auch noch einmal Patience, die so wundervoll gesungen hatte: „Ich bin sehr dankbar, dass ich in Hardegsen so viel Hilfe und Liebe gefunden habe. Das ist meine neue Heimat!“
Das nächste Internationale Café findet am Mittwoch, 18. März, von 16 bis 18 Uhr in den Räumen der katholischen Kirche in Hardegsen statt.