Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Ein Geldsegen für ein buntes Gemeindeleben

12. März 2020
Foto: Mareike Spillner

Landeskirche unterstützt sechs Stiftungen aus dem Kirchenkreis mit etwa 72.000 Euro

KIRCHENKREIS. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie möchten für ein kulturell buntes Gemeindeleben sorgen, christliche Werte vermitteln, Hilfe und Unterstützung schenken. Sechs Stiftungen im Kirchenkreis Leine-Solling wurden von der Landeskirche Hannover mit insgesamt 72.000 Euro finanziell gefördert. Der Hintergrund für diesen zusätzlichen Geldregen ist eine Vereinbarung, nach der die Landeskirche pro drei Euro, die innerhalb von zwei Jahren eingeworben werden, noch einen weiteren Euro als Bonus obendrauf legt.  
Genau diese Bonifizierungen erhielten die Diakonie-Stiftung „Nächstenliebe in Einbeck", die „St.-Mauritius-Stiftung Hardegsen", die Stiftung "Kapellengemeinde Ellensen", die Stiftung „Kirchenmusik an St. Sixti in Northeim", die "Hospizstiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar" und die „St. Alexandri Stiftung" in Einbeck mit deren 'Unterstiftung' „Faulhammer-Stiftung". Am Mittwochnachmittag fand die feierliche, symbolische Übergabe der Schecks durch Superintendentin Stephanie von Lingen an die Vertreter und Vertreterinnen der Stiftungen in der Genusswerkstatt in Einbeck statt.

Die Stiftung „Kirchenmusik an St. Sixti Northeim“ warb im Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2019 etwa 41.700 Euro ein und erhielt einen Bonus von etwa 13.900 Euro. Die weiteren Bonuszahlungen an die Stiftungen im Kirchenkreis Leine-Solling wurden wie folgt verteilt: Hospizstiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar, etwa 18.000 Euro eingeworben, Boni 6.000 Euro, St. Alexandri Stiftung Einbeck, eingeworben fast 70.000 Euro, Boni 23.300 Euro, Stiftung Kapellengemeinde Ellensen, eingeworben fast 10.000 Euro, Boni 3.300 Euro,
St.-Mauritius-Stiftung Hardegsen, eingeworben etwa 7.500 Euro, Boni 2.500 Euro, Diakoniestiftung Einbeck „Nächstenliebe in Einbeck", eingeworben 68.750 Euro, Boni fast 23.000 Euro.

„Fast 216.000 Euro wurden von den sechs Stiftungen insgesamt eingeworben – eine tolle Summe! Besonders freue ich mich, dass sich so viele ehrenamtlich in den Stiftungen engagieren. Ihnen gilt ein besonderer Dank“, erklärte Stephanie von Lingen während der Feierstunde.
„Bleibt nur zu hoffen, dass die Zeiten des Niedrigzinses irgendwann wieder vorbei sind und den Stiftungen ein höherer Betrag zur Verfügung steht, um ihren unverzichtbaren Aufgaben in Kirchengemeinden und Diakonie nachzukommen.“

Weitere Informationen der Landeskirche
Kirchliche Stiftungen innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers haben in den letzten zwei Jahren über 10,2 Millionen Euro für ihr Stiftungskapital eingeworben. Die Landeskirche hat dieses Engagement nach dem Prinzip „Aus drei mach vier!“ gefördert, ganz konkret: für drei eingeworbene Euro legte die Landeskirche einen hinzu. Nach intensiver Prüfung aller Anträge im Arbeitsfeld Fundraising im Haus kirchlicher Dienste (HkD) der Landeskirche Hannovers wurden im Dezember über 2,8 Millionen Euro vom Landeskirchenamt an 247 Stiftungen überwiesen. „Die Stiftungen stehen für eine beeindruckende Vielfalt von kirchlichen Aktivitäten und für ein sehr großes Engagement derer, die in den Stiftungen Verantwortung tragen und für den jeweiligen Zweck ihrer Stiftung begeistern können. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und den herzlichen Dank der Landeskirche“, sagt Oberkirchenrätin Elke Schölper, die für die Bonifizierung kirchlicher Stiftungen zuständige Referentin im Landeskirchenamt.
Die Bonifizierungs-Aktion lief vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2019. Der maximale Bonifizierungsbetrag je Stiftung lag bei 40.000 Euro. „Berücksichtigt wurden auch Erbschaften und Vermächtnisse“, sagt Martin Käthler, Referent für Stiftungsberatung im HkD. „Zahlreiche kirchliche Stiftungen erhielten durch die Berücksichtigung in Testamenten größere sechsstellige Beträge, Häuser, Land oder Wertpapiere für ihr Stiftungskapital, welches nun, auf ewig‘ im Sinne der Erblasserin oder des Erblassers bei der Erfüllung des kirchlichen Auftrags wirksam werden kann. Denn alle Gelder fließen dem unantastbaren Stiftungskapital zu.“
In den ersten vier Bonifizierungsaktionen zwischen 2001 und 2015 wurden bereits über 61 Millionen Euro für das Stiftungskapital eingeworben, die Bonifizierung der Landeskirche betrug gut 13,5 Millionen Euro. „Schon länger ist abzusehen, dass die Kirchensteuereinnahmen auf Grund der demografischen Entwicklung sinken werden“, so Käthler. „Eine Stiftung wird errichtet als ein Baustein zur Sicherung des christlichen Lebens, in zahlreichen Kirchengemeinden, aber auch in Kirchenkreisen, in diakonischen Einrichtungen, in unseren Klöstern oder zu ganz bestimmten Zwecken wie Kirchenmusik oder Hospizarbeit.“ Alle fünf Bonifizierungsaktionen wurden in der Landessynode diskutiert und beschlossen, das Landeskirchenamt sorgte dann für die Umsetzung.