Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Mein Glaube ist wie eine Tafel Schokolade“

07. Mai 2020
Susanne Barth, Foto: Kay Oppermann

Dr. Susanne Barth wird neue Pastorin in Apostel


NORTHEIM.
Die Apostel-Gemeinde in Northeim wird ab dem 1. Juni eine neue Pastorin haen: Dr. Susanne Barth aus Munster aus der Lüneburger Heide. „Ich freue mich in Northeim auf die Großfamilie Apostelkirche, die vielen Generationen, die gemeinsam glauben und Gott feiern“, sagt die 35-Jährige. Geboren ist Susanne Barth 1985 in Peine, im dortigen Umland in einer Großfamilie aufgewachsen. Nach dem Abitur 2004 folgte ein FSJ in einem Wohnheim der Behindertenhilfe Berkhöpen-Burgdorf, anschließend das Theologiestudium in Bethel und Göttingen bis 2012. Im Anschluss war Susanne Barth Assistentin in der Kirchengeschichte an der Uni Kiel, schrieb ihre Doktorarbeit über tätige Nächstenliebe bei Papst Gregor dem Großen bis 2017 und es schloss sich ein Vikariat in der St. Laurentius-Kirchengemeinde Faßberg-Müden (Örtze) bei Pastor Rudolf Blümcke bis 2020 an.

Aus dieser Zeit berichtet sie: „Eines der zahllosen Highlights war das Gemeindefest auf unserem kirchlichen Friedhof. An diesem Tag fiel der Startschuss für das Projekt „Biodiversität auf unserem Friedhof“ und wir stellten neue Bestattungsmöglichkeiten vor. Doch es war keine Totengräberstimmung – im Gegenteil: Der Pastor fuhr im Bäckerwagen vor, wir feierten einen fröhlichen Gottesdienst in der Friedhofskapelle mit einer hitzigen Debattenpredigt der beiden Pastoren und mir, danach gab es Bienenstich satt für alle, der Posaunenchor gab ein Freiluftkonzert und der krönende Abschluss war ein Gedichtwettbewerb zum Thema „Bienen“, den unser Ortsbäcker ausgelobt hatte. Ein Tag, der Lust machte auf die Gemeinschaft der Christen in dieser und in der kommenden Welt!“

Nun freut sich Susanne Barth auf ihre erste Pastorenstelle in Northeim: „Ich werde Pastorin, weil ich Menschen in ihrem Leben begleiten möchte und mich für kein Alter entscheiden kann. In diesem Job treffe ich Menschen vom Anfang bis zum Ende ihres Lebens – mehr Abwechslung gibt es nicht!“, sagt die „Pastorin auf Probe“, zu deren Hobbys das Singen, Backen und Basteln gehören – am liebsten mit ihrer zweijährigen Tochter.

Ihre Schwerpunkte: Vielfältige Gottesdienste, gerne mit viel Musik, Seelsorge, Religionspädagogik vom Krippenkind bis zum 100-Jährigen, Arbeit mit und für Familien mit Kindern. Für ihren Glauben findet sie einen ganz eigenen Vergleich: „Mein Glaube ist wie eine Tafel Schokolade: Vor großen Herausforderungen gibt er mir die nötige Energie. In traurigen, dunklen und verzweifelten Momenten tröstet er die Seele. Und wenn ich etwas zu feiern habe, kann ich Gott „Danke!“ sagen. Übrigens: Genau wie Schokolade schmeckt auch der Glaube dann am besten, wenn man ihn mit anderen teilt und nicht für sich behält!“