Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Über 6000 Masken wurden genäht und verteilt

14. Mai 2020
Die rote Kirchenbank in der Superintendentur: Eine von mehreren „Verteilstationen“ für selbstgenähte „Behelfs-Mund-Nasen-Masken" des Hospizdienstes Leine-Solling und der Landfrauen Foto: Jan von Lingen

Annette Hartmann zieht Bilanz: Gemeinsame Aktion mit großem Erfolg
KIRCHENKREIS.
Niemand konnte diese Entwicklung beim Start der Aktion am 24. März voraussehen:  Insgesamt haben der Kirchenkreis Leine-Solling zusammen mit dem Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling und den Kreislandfrauenverbänden Northeim und Einbeck über 6.000 Behelfs-Mund-Nasen-Masken an die verschiedensten Einrichtungen verteilt. Mindestens 2.000 weitere Masken wurden von zahlreichen ehrenamtlichen Näherinnen direkt verteilt. „Nun ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und ihnen allen vielen Dank für ihren großartigen Einsatz in den letzten Wochen zu sagen“, findet Annette Hartmann, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes Leine-Solling und hat eine Rundmail an die Helferinnen verschickt. Seit mehr als neun Wochen wurde von vielen Beteiligten fleißig genäht. Gemeldet haben sich aus dem gesamten Landkreis Northeim, Stand von Dienstag, 122 Menschen, die sich bereit erklärt haben, Masken zu nähen, 43 Menschen, die Stoff gespendet haben und 54 Einrichtungen, die dringend Masken benötigten. „Die letzten Wochen im Rahmen der Aktion waren für mich sehr schön und sehr berührend“, so Hartmann.
Die über 6.000 Masken wurden aufgrund von Ressourcenknappheit an verschiedene Einrichtungen wie Pflegedienste, Pflegeheime, Palliativ-Netz, Arztpraxen, Physiotherapie-Praxen, Tafel, Jugendhilfeträger, Wohnstätten für Menschen mit Behinderung, Kindergärten und Beratungsstellen übergeben. „Den größten Bedarf an Masken konnten wir bereits decken. Ohne ihre Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Ich danke ihnen von ganzem Herzen“, betont Annette Hartmann. Aus diesem Grund soll die Aktion erstmal beendet werden. „Es sind aber noch Masken vorrätig, die von Einrichtungen gerne angefragt werden können. Dies dürfen sie gern weitererzählen“, heißt es seitens der Mitorganisatorin. Im Diakonischen Werk in Northeim wird ein kleines Sammellager angelegt, um Einrichtungen, wie zum Beispiel Schulen und Kindertagespflege, bei Bedarf weiter mit Masken versorgen zu können. Annette Hartmann berichtet weiter: „Gern dürfen sie angefangene bzw. zugeschnittene Masken noch bei uns abgeben oder auch selbst in ihrem Umfeld verteilen.“ Gummikordeln oder auch Stoff können noch weiterhin bei den Abgabestellen in Einbeck, Northeim und Uslar abgeholt werden.
Herzlichen Dank sagt auch Heike Eisenacher, Vorsitzende Kreislandfrauenverband Northeim. Viele ehrenamtliche Stunden seien zusammengekommen, die für einen unbürokratischen Dienst für das Allgemeinwohl kostenlos geleistet wurden. „Ich bin überwältigt von dem, was doch alles möglich ist mit Menschen, die bereit sind anzupacken und nicht zu jammern oder alles erst 100 Mal zu hinterfragen.“ Solch ein Erfolg miterleben zu dürfen, motiviere sie persönlich, sich auch in Zukunft für die Gemeinschaft und das Allgemeinwohl ehrenamtlich zu engagieren. Und Ingeborg Cramm, Kreisvorsitzende der Landfrauen im Altkreis Einbeck: „Unser Dank gilt von Herzen allen Beteiligten!“
Während der Aktion sind ebenfalls viele Fotos eingegangen. Sie sind auf der Homepage:  www.zwanzig-minuten.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/amb.hospizdienstleinesolling.3 zu finden. Die Seite ist öffentlich, eine Anmeldung bei Facebook ist nicht nötig. Ein Anliegen ist Annette Hartmann zum Abschluss noch ganz wichtig: „Ich hoffe auf ein persönliches Kennenlernen in besseren Zeiten.“
Fotos: privat
Foto: Die rote Kirchenbank in der Superintendentur: Eine von mehreren „Verteilstationen“ für selbstgenähte „Behelfs-Mund-Nasen-Masken" des Hospizdienstes Leine-Solling und der Landfrauen   Foto: Jan von Lingen