Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

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Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Was ist eigentlich eine „Sommerweihnacht“?

18. Juni 2020

Der Johannistag am 24. Juni markiert die Jahresmitte  

„Sommerweihnacht“ ist ein alter Name für den 24. Juni, den sogenannten Johannistag.
Warum „Sommer-Weihnacht“? Und was hat dieser Tag mit Johannes dem Täufer zu tun?

Weihnachten ist am 24. Dezember. Genau ein halbes Jahr ist seitdem vergangen. Ab dem 24. Juni bewegen wir uns wieder auf Weihnachten zu. Wir haben den Scheitelpunkt des Jahres erreicht.

Das lässt sich am Himmel ablesen. In diesen Tagen erreichen wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht. Danach werden die Tage wieder kürzer. Diesen bedeutsamen Tag fasst der Lieddichter Detlev Block in Verse: „Kaum ist der Tag am längsten, wächst wiederum die Nacht“, schreibt er. Und er ergänzt: „Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht. Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut.“

Der 24. Juni heißt Johannistag, denn er erinnert an Johannes den Täufer. Er soll an diesem Tag geboren sein - genau ein halbes Jahr vor Jesus Christus, so erzählt die Bibel. Nicht nur die Bibel, auch der jüdische Historiker Flavius Josephus berichten über ihn. Als er König Herodes öffentlich anprangert, bezahlt er dafür mit dem Leben. In die biblische Überlieferung geht Johannes als "der Täufer" ein. Er ruft zur Umkehr auf, mahnt die Menschen, die zu ihm in die Wüste kommen, Gott zu suchen und er tauft sie im Jordan. Auch Jesus wird von ihm getauft. So wird Johannes zum Wegbereiter für den, der nach ihm kommt.

Als Jesus anfängt, öffentlich zu predigen, verstummt Johannes in der biblischen Überlieferung und tritt in die zweite Reihe zurück. Über Jesus sagt Johannes der Täufer einmal. „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“.

Johannes geht es dabei wie der Sonne in der Mitte des Jahres. Auch sie wird „abnehmen“ und weniger leuchten. Nun werden die Tage wieder kürzer. Und das bedeutet im Jahreskreis: Wir bewegen uns auf Weihnachten zu - auf den 24. Dezember. Der Johannistag erinnert uns schon jetzt daran: Wenn es dunkler wird, kommt ein ganz neues Licht. Das Licht heißt Jesus Christus.
 
Jan von Lingen

Mana Usui