Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Sixti-Schwesternstation unter neuer Trägerschaft

03. September 2020
Foto: Jan v. Lingen

Diakonie-Sozialstationen Westharz gGmbH übernimmt 70 Mitarbeitende

NORTHEIM. Die über 130 Jahre währende Geschichte der St. Sixti-Schwesternstation in Northeim geht weiter. Nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens wird die Schwesternstation nun unter einem neuen diakonischen Träger neu beginnen. Träger ist die Diakonie-/Sozialstationen Westharz gGmbH, die auch schon die Schwesternstation in Katlenburg übernommen hat. Einziger Gesellschafter ist das Evangelische Stift Alt-und Neu-Bethlehem in Göttingen mit Friedrich Selter, Superintendent in Göttingen und Vorsitzender des Kuratoriums. Termin der Übernahme war der 1. September.
„Von Anfang an war es unser Ziel, der Schwesternstation eine Fortsetzung ihrer traditionsreichen Arbeit unter dem Dach der Diakonie zu ermöglichen. Wir sind froh, dass dies mit uns als neuem Träger und Hans-Hermann Heinrich als Geschäftsführer nun gelingen kann und die rund 500 Patientinnen und Patienten von unseren 70 Mitarbeitenden weiterhin versorgt werden können", sagt Friedrich Selter, der zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist.
Auch das Diakonische Werk in Niedersachsen hatte bei der Entwicklung der Zukunftsperspektive unterstützt. „Wir freuen uns, dass es nach einem intensiven Beratungsprozess gelungen ist, die St. Sixti-Schwesternstation in der diakonischen Familie zu halten und nun für die Zukunft wirtschaftlich neu aufzustellen. Besonders wichtig ist uns, dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie der Bestand der meisten Arbeitsplätze gesichert werden konnte,“ fasst Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, die Ergebnisse zusammen.
Die Sixti-Schwesternstation ist die größte Einrichtung dieser Art im Kirchenkreis Leine-Solling. Die Versorgung reicht von Northeim bis Hohnstedt, Elvershausen, Echte/Kalefeld, Moringen, Nörten-Hardenberg und bis zum letzten Herbst auch bis Katlenburg/Lindau.
„Durch die neue Trägerschaft wird ein gemeinsames diakonisches Dach für die drei Kirchenkreise Leine-Solling, Harzer Land und Göttingen entwickelt“, berichtet Superintendent Jan von Lingen: „Im Süden Niedersachsens diakonisch zu kooperieren ist sinnvoll und zukunftsweisend. Unter anderem werden Synergieeffekte erzielt und Kosten gemindert.“
Hans-Hermann Heinrich ist der Geschäftsführer der Diakonie-/Sozialstationen Westharz. Er hatte in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche geführt und den Übergang gestaltet. Alle Patientinnen und Patienten wurden informiert und werden neue Verträge erhalten. Neue Räumlichkeiten wurden inzwischen in Northeim am Entenmarkt angemietet.
Damit seien mehrere Ziele erreicht, so der frühere Gesellschafter Dr. Christian Steigertahl: „Die ambulante Pflegeeinrichtung kann weiterhin unter dem Dach des Diakonischen Werkes arbeiten. Die Patienten und Pflegebedürftigen werden weiterhin versorgt und gepflegt. Fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiterhin beschäftigt und ausnahmslos nach dem Tarifvertrag der Diakonie entlohnt."
Das Diakonische Werk hatte zunächst zu einem MaZuSi-Verfahren (Maßnahme zur Zukunftssicherung) geraten, berichtet Steigertahl. Die vorläufige Insolvenz dauerte von März bis Ende Mai 2020. Ab dem 1. Juni hatte die Insolvenzanwältin Anja Karow die Leitung. Nach der Gläubigerversammlung am 20. August gab es dann grünes Licht für die neue Trägerschaft unter der Diakonie-Sozialstationen Westharz gGmbH.
„Alle ziehen jetzt an einem Strang, die Mitarbeitenden sind sehr kooperativ, weil sie auch wissen, dass es weitergeht, auch mit dem anerkannten Namen", so Dr. Christian Steigertahl: „Ängste sind verschwunden, eine Neustrukturierung ist im Werden." Aus diesem Grund fand am gestrigen Mittwochnachmittag eine Andacht statt, zu der die früheren und die neuen Gesellschafter sowie Vertreterinnen der Mitarbeiterschaft eingeladen waren.