Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Besonders Trauerfeiern waren betroffen

19. November 2020

Am Ewigkeitssonntag erinnern wir an ein schwieriges Jahr

Am kommenden Sonntag, dem Ewigkeitssonntag, bündelt sich noch einmal die Schwierigkeit, mit denen Kirchengemeinden und Angehörige in diesem Jahr zu kämpfen hatten, berichtet Superintendentin Stephanie von Lingen. Traditionell wird an Ewigkeitssonntag an die Verstorbenen des Jahres gedacht: „Viele Gemeinden feiern am kommenden Sonntag mehrfach kürzere Gottesdienste, einige haben Angehörige dazu per Brief eingeladen. Manche feiern draußen, andere nur mit Anmeldung und reservierten Sitzplätzen“. Es werde noch einmal ein bewegender und besonders trauriger Tag: „Die Corona-Beschränkungen waren in den Kapellen und auf den Friedhöfen besonders schmerzhaft: Bei manchen Trauerfeiern durften zeitweise nur bis zu 10 Personen teilnehmen.“
Die stellvertretende Superintendentin, Pastorin Johanna Hesse aus Gillersheim, ergänzt: „Mit dem ersten Lock down konnten weder Angehörige noch die Kirche gut umgehen. Abschiede waren sehr begrenzt möglich. Bei den Trauerfeiern mussten manche zu Haus bleiben. Zum Kaffeetrinken kam es auch nicht. Es gab keine größeren Kontakte zu irgendwelchen Verwandten, die doch sonst ein gewisses Ventil nach Trauerfeiern bilden. So gingen alle zu sich nach Haus, allein.“
Inzwischen hätten viele aus der Situation gelernt, berichtet Johanna Hesse: „Altenheime öffnen engsten Angehörigen den Raum, Abschied zu nehmen. Trauerfeiern finden im kleinsten Kreis statt.“ Manche schreiben neu wieder Karten, manche telefonieren oder besuchen mit Abstand, berichtet Pastorin Hesse von ihren Erfahrungen mit Trauerfeiern: „Wir versuchen, mit der Situation umzugehen und zu trösten, auf unterschiedlichen Wegen. Und so setzt sich doch die Liebe, die Erinnerung, das Andenken, zaghaft durch. Kirche begleitet, Bestatter sowieso, und wir geben alle Verstorbenen gut in Gottes Hand. Am Sonntag zünden wir Kerzen an und beten gemeinsam für alle, ob zu Haus, in den Kirchen oder an den Gräbern.“