Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

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Kindergottesdienst

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Pastor-kreuzt

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Was bedeutet „Epiphanias“?

30. Dezember 2020

Ein kirchlicher Feiertag voller Glanz und Geschichte
von Jan von Lingen

Der kirchliche Feiertag „Epiphanias“ (Erscheinungsfest) ist am 06. Januar. Erzählt wird an diesem Tag die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern folgen, den neugeborenen König anbeten und ihm kostbare Geschenke bringen.

„Epiphanias“ ist ein altes griechisches Wort und bedeutet so viel wie „Erscheinung“ des Herrn („Phainein“ bedeutet „leuchten“). Aber damit war ursprünglich gar nicht Jesus Christus gemeint, denn das Fest ist noch viel älter als das Christentum. Schon die römischen Kaiser haben das Epiphaniasfest gekannt und gefeiert. Auch die Menschen im Alten Ägypten feierten „Epiphanias“. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar dachten sie dabei an die Geburt des Sonnengottes. Und tatsächlich entfaltet die Sonne ja ab Januar wieder ganz neu ihre Kraft.

Die Christen haben das Fest einfach übernommen – und zwar vermutlich in Alexandria, in Ägypten, im 4. Jahrhundert. Allerdings haben sie das Fest bewusst ganz anders gedeutet: Allein Jesus Christus ist Gottes Sohn. Wir feiern sein „Erscheinen“, sein Kommen.

Später wurde dieser Festtag dann mit der Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland verbunden. In der katholischen Tradition ziehen darum am Epiphaniastag die Sternsinger von Haus zu Haus. In den Gottesdiensten werden in dieser Zeit Lieder gesungen, die vom Licht handeln, zum Beispiel „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ oder „Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“.

Im Januar und Februar kann es im Kirchenkalender übrigens bis zu „6. Sonntage nach Epiphanias“ geben. Epiphanias macht deutlich: Mit Jesus Christus beginnt etwas ganz Neues. Eine gute Botschaft zum Jahresanfang – gerade im Jahreswechsel 2020/21.