Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Der „TopTen"-Wochensong

25. März 2021

Diesmal im Blick: „Die Seele wird frei“

Northeim.
Jeden Donnerstag widmet sich die Online-Andachtsreihe der Northeimer Gospelkirche einem besonderen Song aus dem Liederbuch freiTöne. Die Kirchengemeinden und Musiker des Kirchenkreises Leine-Solling haben abgestimmt. Daraus ist eine Liste der 10 beliebtesten Lieder des freiTöne-Songbooks entstanden. 
Das offizielle Begleitheft des evangelischen Gesangbuches findet in immer mehr Gottesdiensten und Andachten Anwendung. Ein beliebtes Lied aus der TopTen-Liste ist die Nr. 145: „Die Seele wird frei.“

Musik berührt das Herz. Liedtexte regen zum Nachdenken an, - geben Hoffnung, Ruhe, Andacht.

Die Gospelkirche Northeim lädt jeden Tag neu ein, einen Moment inne zu halten und sich mit einem Song aus dem neuen Begleitheft "freiTöne" auseinander zu setzen. Eine Mini - Andacht mit Tagessong, einigen Impulsfragen zum Nachsinnen und Noten-Text zum Mitsingen:

Tagessong am 25.03.2021 „Die Seele wird frei“ (Nr.145)


An jeder Straßenecke hören Menschen Lieder, die sie zu einem mutigen und fröhlichen Glauben einladen. Einem Glauben ohne Angst vor Strafe und Gericht. Martin Luther hat diesen Glauben gerade wiederentdeckt. Und darüber Verse geschrieben, die jeder verstehen kann. Eine aufregende Zeit, damals vor 500 Jahren!

Funktioniert das eigentlich heute auch noch? Vom Glauben in Mutmach-Liedern erzählen, die man an jeder Straßenecke singen könnte? Solche Lieder schreibt der Pfarrer und Liedermacher Fritz Baltruweit seit über 40 Jahren.

Frei soll die Seele werden, schreibt er zusammen mit Jan von Lingen – frei von allem, was einen Menschen innerlich einengt. Den Zwängen, dem Druck. Der ständigen Be- und Verurteilung. Den Bewertungen, den Likes im Internet – oder der wüsten Hetze. Genau hier kann der Glaube einen anderen Ton anschlagen: „Gott stellt mich durch sein Wort auf guten Grund, spricht mit heller Stimme, und ich werd gesund.“

Durch den ¾ Takt und die beruhigenden Zusagen zum Ende jeder Strophe wirkt der Song fast wie ein Wiegenlied. Volkstümlich kommt er daher und beschreibt doch Vater, Sohn und Heiligen Geist in seinem Text. Mit dem Em-Akkord auf „unheiler“ Zeit wählt Baltruweit die zweite Stufe der Liedtonart. Hieraus entwickelt sich eine sogenannte „Popkadenz“ (I, II, V, I). Mit dem tonalen Ausflug in Richtung Popmusik erhält das Lied erneut Volksnähe.

So kann man durchaus sagen: „Dieses Lied gehört an jede Straßenecke.“ Gottes Engel nehmen mich an die Hand. Der Weg ins Himmelszelt steht mir offen – so die letzten Worte des Liedes. Auf diesem Weg bin ich sicher unterwegs. Mit freier Seele und mit festem Herzen.

Mit Zitaten aus der Radioandacht des SWR von Christian Hartung:
https://www.kirche-im-swr.de/?page=beitraege&id=31045


Impuls:
Die gute Botschaft dieses Liedes ist nicht für mich allein da. Ich soll sie weitersagen, ich soll sie in die Welt bringen. Denn da gehört sie hin, nicht ins stille Kämmerlein. So frei wie meine Seele soll auch die Welt werden. Frei von Unrecht und Hass. Frei von allem, was Menschen Angst macht.

Glaube und Angst haben nichts miteinander zu tun. Aber Glaube und Hoffnung, Glaube und Zuversicht. Ich will darauf vertrauen, dass Gottes Einfluss auf mein Leben stark bleibt. Ich fühle mich geborgen – das macht mich frei.


Liedtextauszug: „Die Seele wird frei“ FT 145
Text: Fritz Baltruweit und Jan von Lingen, Melodie: Fritz Baltruweit
Ein Ton trifft mein Leben und Klingt in mir weit, vertreibt leere Worte aus unheiler Zeit. Die Seele wird frei und Dunkles licht. Der Wandel zum Segen erhellt mein Gesicht.
Kein strafender Richter, hartherziger Herr, ein liebender Heiland: Gott lässt mich nicht mehr!...