Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Lesebuch“ zu Passion und Ostern

25. März 2021
Passionsbroschüre, Foto: Privat

Kirchenkreis verteilt 3000 Broschüren zu mittelalterlichen Kirchenfenstern

Kirchenkreis.
Mehrere Autorinnen und Autoren kommen in der neuen Broschüre über die mittelalterlichen Glasmalereien in Northeim zu Wort, die über die Passions- und Ostertage verteilt wird. Sie ist ein meditatives "Lesebuch" für die Feiertage. Mehrere Gemeinden im Northeimer Raum verteilen die Broschüre oder legen diese vor oder in den Kirchen oder Gemeindehäusern aus. Die beschriebenen 550 Jahre alten Bilder aus der St. Sixti-Kirche Northeim sind weit über Northeim hinaus bedeutsam, wurden aufwändig restauriert und sind zurzeit noch ausgelagert. Nach Abschluss der Innenrenovierung werden sie in die Kirche zurückkehren.
Mehrere Autorinnen und Autoren wurden eingeladen, die Monumentalbilder aus dem 15. Jahrhundert zu besprechen. Unter ihnen sind Vertreter verschiedener Kirchengemeinden und Konfessionen sowie der Regionalbischof im Ruhestand Eckhard Gorka und der Northeimer Drehbuchautor Ronny Schalk. Gemeinsam entstand auf diese Weise ein „Kreuzweg“ in vier Großbildern und mehreren Detailbildern. Die vier Kirchenfenster zeigen das letzte Abendmahl, die Gefangennahme im Garten Gethsemane, die Geißelung Jesus sowie die Kreuztragung. In den Begleittexten in der Broschüre werden außerdem die Geschichten der Jünger Petrus, Johannes und Andreas erzählt. Berichtet wird auch von Maria, von dem Verräter Judas und von Simon von Kyrene. 
„National bedeutsam“ nennt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege den Passionszyklus in der St. Sixti-Kirche. Restauratorin Nicole Sterzing schreibt: "Die wertvollen Glasmalereien von 1478 gehören zu den schönsten und national bedeutsamsten Glasmalereien Niedersachsens“. Die Kunsthistorikerin Dr. Elena Kosina, die den Northeimer Zyklus wissenschaftlich beschrieben hat, ergänzt: „Alle überlieferten, jeweils neun Felder umfassenden Szenen der Passion sind durch eine Monumentalität ausgezeichnet, die für eine Pfarrkirchenverglasung im 15. Jahrhundert sehr ungewöhnlich und im norddeutschen Raum beispiellos ist.“