Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Orgelklang live im Schwimmbad oder Klassenraum

06. Mai 2021
Foto: Mareike Spillner

Neues Digitalorgel‐System für St. Sixti Northeim und den Kirchenkreis Leine-Solling
KIRCHENKREIS. Am Wochenende feierte sie bei den Konfirmations-Gottesdiensten in St. Sixti Premiere und überzeugte mit ihrem wunderbaren Klang: Die neue Digitalorgel, die Kreiskantor Benjamin Dippel in den letzten Wochen zusammengestellt hatte. Gemeinsam mit Kantorin Meike Davids stellte er die unterschiedlichen Funktionen des 5000 Euro teuren Musikinstruments mit mobilem Regalsystem am Montag bei einem Pressetermin mit Superintendent Jan von Lingen, Dr. Christian Steigertahl, Kirchenvorstand St. Sixti, Gernot Bollerhei, Vorstandsstab/Öffentlichkeitsarbeit und Ute Assmann, Sparkassendirektorin, vor. Die Kreis-Sparkasse Northeim hatte die Neuanschaffung mit 1200 Euro bezuschusst.
Mobil einsetzbar, klanglich flexibel, für den Gottesdienst und für das Konzert geeignet, sollte es sein, das Digitalorgel-System mit drei Manualen, einem transportablen, klassischen Orgelpedal, einem Hochleistungsrechner mit externer Soundkarte und Bildschirm. Noch dazu mit eindrucksvoller Soundanlage, bestehend aus drei Lautsprecherboxen mit Bassbox. Die neue Digitalorgel kann durch das rechnerbasierte Software-Programm „Hauptwerk“ die verschiedensten Originalorgeln imitieren. Das macht es möglich, dass zum Beispiel auch die große Marcussen-Orgel mit 82 Registern aus der Laurentskerk in Rotterdam zu spielen ist. Vielleicht wird bald auch die Gloger-Orgel aus St. Sixti mit in die Software aufgenommen, die in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag feiert. Doch die historische Hauptorgel in St. Sixti aus dem Jahr 1721 ist momentan nicht spielbar und bleibt während der bereits seit eineinhalb Jahren andauernden Baumaßnahmen im Zuge der Innenrenovierung der Kirche weiterhin eingepackt. Das Instrument ist deshalb als Ergänzung in der Northeimer St. Sixti-Kirche und für den mobilen Einsatz im Kirchenkreis Leine-Solling konzipiert worden.
Die Corona‐Pandemie hat auch die Kirchenmusik digitalisiert.  Alle Proben und Unterrichtsangebote finden online statt. Gottesdienste werden gestreamt oder über Plattformen wie Zoom gefeiert. Die Musik an St. Sixti erklingt über Facebook, Youtube, Instagram und sogar über das Telefon. In Zukunft sind mit der neuen Digitalorgel diverse Open-Air-Veranstaltungen geplant. Das Schöne ist: Mit der mobilen Technik sind Orgelkonzerte an ungewöhnlichen Orten, zum Beispiel im Schwimmbad, möglich. Genauso wie der Einsatz im Unterricht – und nicht nur in der Kirche: „Die drei Manuale können beispielsweise in einem Klassenraum verteilt werden, sodass der Orgelklang den kompletten Raum erfüllt und alle Kinder an einem Instrument spielen können“, beschreibt Meike Davids. Auch ein Einsatz bei den bekannten Orgel-Entdeckertagen, die jeden Herbst in St. Sixti stattfinden und viele jüngere Menschen ansprechen, ist bereits in Planung.