Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Hospiz-Stiftung lud zu Andachten in Uslar und Northeim ein

18. November 2021
Foto: Privat

Mehr als 1000 Euro Spende für Hospizdienst

Uslar/Northeim.
Das war ein gelungener Auftakt, so könnte man in der Musikersprache sagen, als die Hospiz-Stiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar zu Musikalischen Andachten in Uslar und Northeim einlud: Zwei junge Musiker aus Süddeutschland waren eigens angereist, um mit ihrem breiten Programm aus Klassik und Romantik die Herzen der Kirchenbesucher zu erobern: Die Studentin Emily Birkert aus Stuttgart und der gebürtige Uslarer Konrad Linkmann, der seit einem Jahr Regionalkantor in Bad-Kötzting (Bayerischer Wald) ist. Begrüßt wurden die beiden Musiker vom neuen Vorsitzenden der Hospizstiftung, Dirk Ohlmer (Northeim), der sich am Ende der Musikalischen Andacht „tief beeindruckt“ zeigte und sich für den „wunderbaren Abend“ bedankte. Beide Musiker verzichteten auf ihre Gage zu Gunsten der Hospizstiftung.
 Dass die majestätische Orgel und die zarte Violine wunderbar miteinander harmonieren, belegte die mit Bedacht ausgewählten Musikliteratur: Neben Stücken von Boellmann, Franck und Caccini waren eine von Emily Birkert komponierte Elegie zu hören sowie eine von beiden Musikern beeindruckende Improvisation. Mit besonderem Applaus wurden ihr Violinenduo von Jacque Mazas bedacht, das beide vorne im Chorraum der Kirchen spielten, sowie die Gesangseinlagen im Sopran bzw. im Bass, die oben von der Orgelempore zu hören waren. Die Virtuosität der jungen Künstler war beeindruckend und jeder, der ihnen in der Kirche zuhörte, spürte, wie ihre Freude am Musizieren sich auch auf die Zuhörer übertrug.
Zwischen den Musikstücken lasen Mitgliedern des Vorstandes und Annette Hartmann vom „Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling“ biblische und meditative Texte, die die Kirchenbesucher dazu einluden, den einen oder anderen Gedanken von der Musik aufzugreifen und in ihrem Inneren weitertragen zu lassen. Die von den jungen Musikern dargebotene Musik wechselte zwischen melancholischen und durchaus fröhlich und aufmunternd klingenden Melodien und war damit ein Spiegelbild der divergierenden Stimmungen des Monats November.
Die liturgische Leitung hatte in beiden musikalischen Andachten der Diakon der Katholischen Kirchengemeinde, Norbert Linkmann (Uslar). Linkmann gehört zum Vorstand der Hospizstiftung von Beginn an. Als Initiator dieses neuen Formats war es ihm ein Anliegen, trauernden Menschen durch Musik, biblische Texte und Gebet, Kraft zu geben für die vor ihnen liegende Zeit. Gerade der Monat November, so Diakon Linkmann, sei der Monat, um an die lieben Verstorbenen zu denken und für sie zu beten. Er erinnerte an den langjährigen Vorsitzenden Siegfried Schmidt aus Northeim, der seinerzeit federführend bei der Gründung der Hospizstiftung gewesen und der im Juli dieses Jahres plötzlich verstorben sei: Ihm habe die Stiftung, für die er sein Herzblut gegeben hatte, sehr viel zu verdanken.
 „Die Hospiz-Stiftung unterstützt den „Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling“, dessen Kernaufgabe die Betreuung Sterbender und deren Angehöriger ist“, so Annette Hartmann zum Schluss der Musikalischen Andacht. Es werden aber auch Gesprächskreise für Trauernde Angehörige angeboten, und hier insbesondere für Kinder und Jugendliche, die einen lieben Menschen verloren haben. „Dies und die Aus- und Fortbildung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter kostet viel Geld und ist nur durch unsere Stiftung möglich“, so Frau Hartmann, die die Zuhörer um eine hochherzige Spende zugunsten der Hospizstiftung bat. Von den insgesamt 115 Kirchbesuchern wurde in beiden Kirchen zusammen die stolze Summe von 1005,52 € der Hospiz-Stiftung gespendet.
Mit Blick auf den bald beginnenden Northeimer Weihnachtsmarkt wird schon jetzt auf den dortigen Stand des Ambulanten Hospizdienstes hingewiesen, wo vom 22.11. bis zum 29.11.2021 leckere selbstgekochte Marmeladen, selbstgebackene Kekse, wunderschöne Strickwaren und vieles mehr für den nahen Winter verkauft werden. Besonders hingewiesen wird von der Hospiz-Stiftung Region Einbeck-Northeim-Uslar auf das Berliner Kabarett „Die Distel“, die am 31. März 2022 in die Stadthalle nach Northeim kommt. Karten, die bereits gekauft wurden, obwohl die Veranstaltung dann coronabedingt abgesagt werden musste, behalten weiterhin ihre Gültigkeit.