Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Die größte Herausforderung war Malaysia“

28. Februar 2022

Interview mit Produzent Sebastian Frank
 
Welche Länder sind Ihnen bei den Musikaufnahmen besonders in Erinnerung? Sebastian Frank: „Ganz besonders in Erinnerung bleiben mir die Lieder aus den Ländern, die eher exotisch oder nicht so bekannt sind. Dazu zähle ich Malaysia, Bahamas, Philippinen, Surinam und vor allem Vanuatu. Dieser Inselstaat im Südpazifik war mir bis dato nicht bekannt.“

Was für Instrumente sind in Ihrem Studio aufgenommen worden?
Sebastian Frank: „In der Regel arbeite ich zunächst mit unseren westlich geprägten Instrumenten wie Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Percussion, Geige oder Cello. Es kommen auch exotische Instrumente hinzu wie zum Beispiel die Sitar, die Flöte Ney, eine Kalimba oder eine Rahmentrommel. Dazu lade ich mir dann Weltmusiker ein wie zum Beispiel den wunderbaren iranischen Musiker Omid Bahadori.“

Welches Land war fürs Sie aus musikalischer Sicht die größte Herausforderung?
Sebastian Frank: „Die größte Herausforderung war gleich das erste Land Malaysia. Dieser Staat in Südostasien bietet in musikalischer Hinsicht viele Klänge an, die unserer Musikkultur doch eher fremd und ungewöhnlich erscheinen. Das betrifft nicht nur die Art der Instrumente, sondern auch die Melodik und die Art zu singen. Da musste ich mich erst einmal reinarbeiten...“


Wie gehen Sie genau vor, wenn Sie von einem neuen Land erfahren, das Sie musikalisch für Deutschland vorstellen sollen?
Sebastian Frank: „Zunächst einmal beschäftige ich mich mit der Kultur des Landes, den Gebräuchen und der Entstehung der musikalischen Kultur. An erster Stelle stehen dann natürlich die gebräuchlichen Musikinstrumente des jeweiligen Landes, die typisch sind für das musikalische Erscheinungsbild. In Taiwan beispielsweise, dem Weltgebetstags-Land 2023, ist zu beobachten, dass sich dieses Land neben vielen Streich- und Schlaginstrumenten gerade zur Blockflötennation entwickelt. Wer hätte das gedacht? Hinsichtlich der Auswahl der Lieder der Frauen des jeweiligen Landes gilt jedoch, dass sich im Allgemeinen ziemlich stark an der westlichen Welt orientiert wird und der folkloristische Teil eher in den Hintergrund tritt. Da meine Produktionen den deutschsprachigen Raum betreffen, gibt es von unserem deutschen Musikteam viele textliche Übertragungen in die deutsche Sprache oder auch eigene Kompositionen, wenn das Material zu dünn wird. Außerdem greifen wir auch hin und wieder auf bekannte Lieder des jeweiligen Landes zurück, etwa wie bei den aktuellen Weltgebetstags-Ländern England/Nordirland/Wales. Hier haben wir in dem CD-Bereich ‚Hören und Genießen‘ auf die Songs ‚Dirty old town‘ oder ‚Come by the hills‘ zurückgegriffen.“

Die Fragen stellte Jan von Lingen