Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

„Weil Gott mit uns solidarisch ist“

10. März 2022

Gottesdienst zum Aschermittwoch in St. Sixti

Northeim.
„Sieben Wochen ohne“ heißt es mit dem Aschermittwoch für einige Christen. Fastenzeit. Die Pastoren Stefan Leonhardt und Jens Gillner erinnerten im Gottesdienst in St. Sixti daran, was das bedeuten kann. Verzicht auf Süßes, Alkohol, TikTok, was auch immer. Gleichzeitig gedachten sie der Opfer des Krieges in der Ukraine, aller Menschen in Not, die sich unfreiwillig einschränken müssen.
„Fasten heißt immer auch den Mitmenschen in den Blick zu nehmen“, machte Stefan Leonhardt deutlich, „Fasten lädt ein, solidarisch zu sein.“ In seiner Predigt erzählte er von einem Jugendlichen, dem die Pflegeeltern und Mitarbeitende des Jugendamtes immer wieder helfen wollten, der allerdings trotzdem auf die schiefe Bahn geriet. Viele Leute gaben ihr Urteil ab, ein leichtfertiges, eines, das vereinfacht.
Dazu schlug er den Bogen zum Zolleintreiber Levi in der Bibel, über den die Menschen damals ebenso vorschnell urteilten. Jesus jedoch sprach ihn an, verurteilte nicht, nahm ihn als den Menschen an, der er war. So tut er es auch heute mit uns, so der Pastor, Jesus schreibt Menschen nicht ab, er schafft Neuanfänge. „Ich hoffe und bete, dass auch Herr Putin Jesu Ruf noch hört“, schlug er einen kleinen gedanklichen Bogen, bevor er den Gottesdienstbesuchern riet, ebenfalls immer den Menschen zu sehen, zu helfen, wenn es nötig ist, „weil Gott mit uns solidarisch ist.“
Anschließend erläuterte Jens Gillner das Aschekreuz als Symbol unserer Schuld, die wir alle auf unseren Schultern tragen und lud dazu ein, ein solches Kreuz auf die Stirn zu zeichnen. Viele kamen dem nach.
Zuletzt ging es noch um das Projekt „Back up“ der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen e.V., das von Jens Rheker und Marcel König vorgestellt wurde. Ihre Arbeit, so erläuterten sie, richtet sich an sogenannte „Systemsprenger“, Jugendliche, die jegliche Anbindung verloren haben und auf sich gestellt sind. Diese suchen sie auf, bieten ihnen die Möglichkeit zum Gespräch und auch Hilfe bei Behördengängen. Bewerbungen etc. an. Auch für sie kommt es darauf an, diese Jugendlichen so zu nehmen, wie sie sind, machten sie deutlich, alles zu vergessen, was vorher im Leben schiefgelaufen ist.
Das Projekt kann mit Spenden unterstützt werden, beim Kirchenamt Northeim gibt es ein Spendenkonto: Empfänger: Kirchenamt Northeim, Zweck: Aschermittwoch St. Sixti – Backup, Kreis-Sparkasse Northeim, IBAN: DE25 2625 0001 0000 0238 87, BIC: NOLADE21NOM.