Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

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Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Wort zum Sonntag, EM am 15.05.2021

14. Mai 2021

„Es wird schon irgendwie gehen…  

willkommen mittendrin!“ So klingt der neueste Song von einem, der sich auskennt mit den Höhen und Tiefen im Leben. Am Montag wird einer der ganz großen deutschen Musiker 75 Jahre alt. Schon jetzt ist er eine lebende Legende, für viele ein Pionier der deutschen Rockmusik. Wenn Udo Lindenberg singt, „Liebe und Frieden ist die einzige Währung“, dann weiß er, wovon er redet. Seine Texte erzählen von einer inneren Haltung, die ihn auch schwere Zeiten im Leben, wie seine Alkoholsucht, überstehen ließ. „Auch in den heißesten Flammen das Fünkchen Hoffnung nicht aufgeben“, ist seine Devise.

Nach seinem persönlichen Glauben gefragt, antwortete er mal in einem Interview: „Klar kann Gott sein, er kann aber auch nicht sein. Also glaube ich, weil ich das die bessere Variante finde.“ Und obwohl er sich nicht auf eine Konfession festlegen lässt und auch sonst nicht so richtig in irgendeine vorgefertigte Schublade passt, malt er schon mal kunstvoll seine Interpretation der „zehn Gebote“ oder erzählt ebenso humorvoll wie provokant seine Version der Weihnachtsgeschichte. Der überzeugte Pazifist und Mitinitiator von „Rock gegen Rechts“ tritt seit Jahren vehement dafür ein, dass Menschen einander zuhören und aufeinander zugehen, andere Kulturen und Religionen kennenlernen. Was er sich von den Menschen wünscht? Dass wir Freude haben an der bunten Vielfalt der Kulturen und Religionen und in Frieden leben -  innerhalb von Deutschland, aber auch auf der ganzen großen weiten Welt. Genau dafür erhebt der Paradiesvogel unter den Deutschrockern seit Jahrzehnten seine Stimme.

Der morgige Sonntag macht die Stimme übrigens zum Programm. Er heißt „Exaudi“, „Höre“ nach einem Vers im 27. Psalm: „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe! Sei mir gnädig und erhöre mich!“ Udo würde vielleicht sagen: „Krass! Ich weiß zwar nicht, ob Gott auch meine Stimme hört, aber ich vertraue drauf. Ist doch klar die bessere Variante. Es wird schon irgendwie gehen.“

Superintendentin Stephanie von Lingen

Ev.-luth. Kirchenkreis Leine-Solling

Stefanie von Lingen
Superintendentin Stephanie von Lingen