Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Aus ihrer Heimat vertrieben

Pressemitteilung 27. August 2026

„Vor 80 Jahren“: Ausstellung in St. Sixti

Northeim.
Vor 80 Jahren – am 3., 5. und 9. Juli 1946 – verließen drei Güterzüge mit Tausenden von vertriebenen schlesischen Deutschen den Kreis Neustadt/Oberschlesien (heute Prudnik). An diese Vertreibung und die bereits 1945 vollzogene Vertreibung von Polen aus Ostgalizien (das jetzt im sowjetischen Einflussbereich lag) nach Schlesien erinnert eine Ausstellung in der Sixtikirche. Die Ausstellung zeigt neben jeweils sechs deutschen und polnischen Vertreibungsberichten die Bemühungen – auch von kirchlicher Seite – um die Anbahnung einer offiziellen Partnerschaft zwischen Northeim und Prudnik. 
Eine tragende Rolle spielten dabei der Northeimer Superintendent Karl-Hans Schnell und der Oppelner Erzbischof Alfons Nossol. Nossol, ein persönlicher Freund von Schnell, zeigte im November 1988 Northeimer Politikern den möglichen Weg zu einer Partnerschaft. Seine Kontakte zum kommunistischen Wojewoden von Oppeln führten in der Folge dazu,
dass dem Bürgermeister von Prudnik 1989 erlaubt wurde, auf das Northeimer Interesse an einer Partnerschaft einzugehen. So konnte der Partnerschaftsvertrag am 26.3.1990 in Northeim feierlich unterzeichnet werden.
Derselbe Bischof Nossol feierte übrigens am 13. November 1989 in Anwesenheit von Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki die berühmte „Versöhnungsmesse“ im niederschlesischen Kreisau. Und an genau dieser Stelle – auf der Wiese der heutigen Jugendbegegnungsstätte Kreisau/Krzy
żowa – erarbeiteten im Sommer Prudniker und Northeimer Schüler des Corvinianums diese Ausstellung diese Ausstellung zur Vertreibung von Polen nach Schlesien und von deutschen Schlesiern nach Niedersachsen. Sie war von Dezember 2010 bis April 2011 im Northeimer Museum zu betrachten und zog auch zahlreiche auswärtige Besucher an.
Die erweiterte Ausstellung kann jetzt zu den Öffnungszeiten der St. Sixti-Kirche (Mo - Fr 10.30-12.30 sowie 15-17 Uhr) und nach den Gottesdiensten besucht werden. Informationen zur Ausstellung gibt es unter friedhofs-und-erinnerungskultur-northeim.de/erinnerung/vertreibung.