Interkulturelle Woche bringt Pilger ins Gespräch
Northeim. Um das Thema „Pilgern in den Religionen“ geht es bei einer Veranstaltung der Gruppe „Religionen im Gespräch im Landkreis Northeim“ am Dienstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr im St. Sixti-Gemeindehaus in der Hagenstraße 18 in Northeim. Pilger aus verschiedenen Religionen bieten Einblicke in das muslimische, christliche und das Bahá'í-Pilgern. Dies ist ein Angebot im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Landkreis Northeim vom 27. September bis 11. Oktober in Zusammenarbeit mit der St. Sixti-Gemeinde. Superintendent Jan von Lingen führt in das Thema, Kreiskantor Henrik Stark setzt musikalische Akzente.
„Pilgern bedeutet, sich auf den Weg zu machen – manchmal zu einem heiligen Ort, manchmal zu sich selbst und immer auch in Begegnung mit anderen“, sagt der Religionswissenschaftler Sören Rekel-Bludau, der die „Religionen im Gespräch im Landkreis Northeim“ sowie die Veranstaltung leitet. Dabei gelte es, ebenso Gemeinsamkeiten wie Unterschiede zu entdecken. Denn, so Rekel-Bludau: „Dann kann Pilgern zu einer Brücke zwischen den Religionen werden“.
Immer mehr Menschen brechen auf, um zu pilgern. Sie gehen auf Abstand zum Alltag, wollen den Rhythmus der Schritte spüren, Anderen begegnen und die Natur mit neuen Augen sehen. Darum entwickelten sich inzwischen auch neue, regionale Pilgerwege wie die „Anhaltepunkte“ in Northeim. Außerdem führt an Northeim auch der Pilgerweg „Via Scandinavica“ vorbei, der von Flensburg bis Koblenz am Bodensee führt und mit der berühmten Jakobsmuschel gekennzeichnet ist. Er gilt als Zubringer zum Jakobsweg nach Santiago de Compostela.