Kirche und Kino zeigt „Karla“ in der Neuen Schauburg
Northeim. Wie findet ein Kind den Mut, die Wahrheit auszusprechen – in einer Gesellschaft, die lieber schweigt? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Film „Karla“ aus dem Jahr 2025, den die Reihe „Kirche und Kino“ am Montag, 26. Oktober, um 19 Uhr in der Neuen Schauburg Northeim (Markt 10) zeigt.
Der Film von Regisseurin Christina Tournatzés erzählt die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte der zwölfjährigen Karla, die 1962 ihren Vater wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs anzeigt. Während ihr Umfeld von Schweigen und Verdrängung geprägt ist, versucht der zuständige Ermittlungsrichter, dem Mädchen Gehör zu verschaffen. Karla beginnt, ihre eigene Stimme zu finden – und stellt damit auch die Erwachsenen und die gesellschaftlichen Verhältnisse infrage.
Sensibel und eindringlich erzählt „Karla“ von der Suche nach Gerechtigkeit, von Macht und Ohnmacht und davon, wie wichtig es ist, Betroffenen zuzuhören und ihre Erfahrungen ernst zu nehmen.
Pastor Christian Völckers von der St.-Sixti-Kirchengemeinde führt in den Film ein. Die Reihe „Kirche und Kino“ verbindet anspruchsvolle Filme mit Fragen des Glaubens und des Lebens.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen.