Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Sonnengesang und Vogelpredigt

Pressemitteilung 12. Februar 2026
„Laudato si“ heißt übersetzt „Gelobt seist Du“. Mit diesen Worten beginnt der Sonnengesang auf Italienisch. So zu sehen in einem Kirchenfenster der Kathedrale in Gent (Belgien). Foto: Jan von Lingen

Vor 800 Jahren starb Franz von Assisi

Vor 800 Jahren starb ein Mann in den Hügeln Umbriens, der bis heute Christen in alle Welt inspiriert: Franz von Assisi. Sein Sonnengesagt gilt als ältestes Werk der italienischen Literatur und beginnt in der ersten Zeile so: „Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen…“

In seinem Sonnengesang, den er ein Jahr vor seinem Tod vollendet hat, besingt er  „Bruder Sonne“ und „Schwester Mond“. Von Sternen und Winden, Feuer und Wasser dichtet er und vom edlen Frieden, sogar von „Schwester Tod“. Sein „Sonnengesang“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und berührt noch heute viele Menschen:
„Gelobt seist du, mein Herr,
mit all deinen Geschöpfen. Schwester Sonne besonders,
die den Tag macht und durch die du uns erleuchtest.
Schön ist sie und strahlend
mit großem Glanz, ein Bild von dir, du Höchster...“


Aus seinem Sonnengesang lässt sich eine besondere Lebensweise herauslesen. Franz wollte die die Erde achten, den Armen helfen, einen einfachen Lebensstil pflegen und in Gemeinschaft leben. Die einen hielten ihn darum für verrückt, die anderen waren von ihm fasziniert. Bald sammelten sich erste Gefährten um ihn und so entstand der Franziskanerorden. Franz und seine Freunde lebten in Armut und achteten die Schöpfung. Volkstümliche Legenden
erzählen, Franz von Assisi habe sogar den Vögeln gepredigt und einen Wolf gezähmt.

Dabei wächst Franz von Assisi zunächst unbeschwert als Sohn eines reichen Tuchhändlers auf. Im Militärdienst bewährt er sich als Offizier, bis er in Gefangenschaft gerät. Er lernt die Schattenseiten des Lebens kennen und betreut nun Kranke und Aussätzige. Als er in seinen Heimatort in den Hügeln Umbriens zurückkehrt, zieht er vor den Augen einer großen Volksmenge seine prunkvollen Kleider aus. Er verlässt die Stadt, lebt in Armut und sammelt Gefährten um sich. So entsteht der Orden der Minderbrüder, die Franziskaner. Sein Sonnengesang, der mit den Worten „Laudato si“ beginnt, verbindet bis heute Christen aller Konfessionen. Die katholische Kirche feiert dazu ein Festjahr vom 10. Januar 2026 bis zum 10. Januar 2027. Ab dem 22. Februar bis zum 22. März werden die sterblichen Überreste von Franz von Assisi zu sehen sein.