Tobias Kreitz startet Pfarrverwalterausbildung – Abschied in Hevensen am 25. Februar
Kirchenkreis. Erst Lektor, dann Prädikant – bald startet seine Ausbildung zum Pfarrverwalter mit dem Ziel, nach 18 Monaten eine Kirchengemeinde pastoral zu leiten: Tobias Kreitz aus Hardegsen ist bereits seit 23 Jahren im ehrenamtlichen Verkündigungsdienst im Kirchenkreis Leine-Solling und im Kirchenkreis Göttingen-Münden. Zudem ist er Kirchenvorsteher der Kirchengemeinde Adelebsen-Erbsen, Kulturbeauftragter, Mitglied im Vorstand des Kirchengemeindeverbandes Emmaus Nord-West, stellvertretendes Mitglied der Kirchenkreissynode Göttingen-Münden und einiges mehr. Zum 1. März wird der kaufmännische Angestellte beruflich neue Wege gehen – und sein Hobby zum Beruf machen. Tobias Kreitz startet eine Pfarrverwalterausbildung im Kirchenkreis Göttingen, die ihn in die Weststadtkirchengemeinde Friedenskirche führen wird. Der stellvertretende Superintendent Pastor Ralf Reuter übernimmt die Leitung seiner gemeindlichen Ausbildung. Zum Abschied aus dem Kirchenkreis Leine-Solling am 25. Februar um 18 Uhr in Hevensen drei Fragen an den 47-Jährigen:
Warum wollten Sie zunächst Lektor, später Prädikant werden?
Tobias Kreitz: „Die Entscheidung 2003 Lektor zu werden entstand nach einer Kirchenvorstandssitzung. Wir hatten gerade erfahren, dass unsere Pfarrstelle in Ellierode-Hettensen halbiert wird und unser damaliger Pastor Detlef Lönnecker ermutigte uns Kirchenvorsteher damals, diese Ausbildung zu machen. Die Entscheidung, später nochmal die Ausbildung zum Prädikanten anzufügen, entsprang dem Wunsch nach mehr Professionalität. Ich wollte mich noch mehr mit dem Glauben und tiefer in die Bibel eintauchen. Letztlich habe ich dadurch auch mich als Christ weiterentwickelt.“
Warum haben Sie sich für die Pfarrverwalterausbildung entschieden?
Tobias Kreitz: „Die Idee, Pfarrverwalter zu werden, stand eigentlich nicht auf meinem Plan. Ich kannte diesen Quereinstieg nicht und habe ihn erst durch meinen Wechsel in den Kirchenkreis Göttingen-Münden kennengelernt. Dort gab es bereits mehrere Quereinsteiger und schließlich bekamen wir auch in meiner Gemeinde Adelebsen-Erbsen einen Pfarrverwalter in Ausbildung. Hierdurch wuchs dann meine Neugier, was hinter dieser Möglichkeit steckt. Der Recherche folgten dann erste Gespräche und schließlich ein Termin bei der der dortigen Superintendentin Marit Günther-Menzel. Dieses Gespräch führte mich zu einigen Informationsveranstaltungen auf Ebene der Landeskirche und schließlich habe ich dann eine Bewerbung versendet, ohne wirklich daran zu glauben, dass diese erfolgreich wird. Letztlich war ich dann um so überraschter, tatsächlich in die engere Wahl gekommen zu sein und freue mich nun umso mehr auf diesen neuen Lebensabschnitt.“
Auf was freuen Sie sich bei Ihrer neuen Tätigkeit besonders?
Tobias Kreitz: „Ich glaube, jeder würde sich über die Chance freuen, ein ‚Hobby zum Beruf‘ zu machen. Wobei ich eher sagen würde eine Berufung zum Beruf. In meiner neuen Tätigkeit freue ich mich insbesondere auf die Möglichkeit Menschen zu begleiten in unterschiedlichen Lebenssituationen – und auf die Möglichkeit, weiterhin an der Zukunft unserer Kirche mitzugestalten.“
Die Verabschiedung von Tobias Kreitz als Prädikant des Kirchenkreises Leine-Solling erfolgt durch Superintendent Jan von Lingen im Rahmen einer Abendandacht am Mittwoch, 25. Februar, um 18 Uhr in der St.-Lamberti-Kirche in Hevensen. Die Andacht hält Pastor Bernd Ranke. Im Anschluss wird zum Empfang in den Luthersaal eingeladen, wo es Gelegenheit gibt, ein Grußwort zu sprechen oder sich persönlich zu verabschieden.