Mozarts Requiem in Northeim und Gillersheim
Northeim/Gillersheim. Im 270. Geburtsjahr von Wolfgang Amadeus Mozart erklingt an gleich zwei Orten im Landkreis ein besonderes Programm: Am Freitag, 13. März, in Gillersheim und am Sonntag, 15. März, in St. Sixti in Northeim bringt die Kantorei St. Sixti Northeim zwei bedeutende geistliche Werke des Komponisten zur Aufführung. Es musiziert das Barockorchester la festa musicale und ein hochkarätiges Solistenquartett.
Im Mittelpunkt steht das Requiem in d-Moll, das nicht nur aufgrund seiner eindringlichen Ausdruckskraft zu den wichtigsten Vertonungen der Totenmesse zählt, sondern auch durch seine Entstehungsgeschichte bewegt. Mozart schrieb das Werk in seinem letzten Lebensjahr und konnte es vor seinem Tod nicht vollenden. Zur Aufführung kommt die Fassung seines Schülers Franz Xaver Süßmayr, der die fehlenden Teile in enger Anlehnung an Mozarts Notizen ergänzte.
Ebenfalls auf dem Programm steht das weniger bekannte, jedoch vollständig von Mozart komponierte Oratorium Davide Penitente („Der bereuende David“). Das Werk verbindet eine italienische Neudichtung eines Psalms, quasi aus der Sicht König Davids geschrieben, mit Musik aus der unvollendeten c-Moll-Messe. In großen Chören und eindrucksvollen Arien entfaltet sich eine vielschichtige musikalische Betrachtung menschlicher Emotionen – von Angst und Klage bis hin zu Hoffnung und Lobpreis. Zuerst aufgeführt wurde das Werk am 13. und 15. März 1785, also vor genau 241 Jahren.
Zwischen Trauer und Zuversicht eröffnen beide Werke einen Klangraum, der existenzielle Fragen berührt und jenen Gefühlen Ausdruck verleiht, für die Worte oft nicht ausreichen.
Konzerttermine:
Kirche Gillersheim – 13. März 2026, um 18 Uhr
Es werden Auszüge aus dem Programm in kammermusikalischer Besetzung gespielt.
Der ist Eintritt frei, Spenden am Ausgang sind herzlich willkommen.
St. Sixti-Kirche Northeim – 15. März 2026, um 18 Uhr
Karten sind über reservix.de, an Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.
Mitwirkende sind Antonia Strieder, Sopran, Hanna Schäfer, Mezzosopran, Martin Höhler, Tenor, Simon Wittkowsky, Bass, das Barockorchester la festa musicale und die Kantorei St. Sixti, die Leitung übernimmt Kreiskantor Henrik Stark.