Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Berufswunsch: Pastorin werden

Pressemitteilung 23. April 2026
v.l.n.r. Vikarin Anaïs Uhlhorn, Vikarin Kim Krautz, Vikarin Ursula König

Drei Vikarinnen werden im Kirchenkreis ausgebildet
Kirchenkreis.
Gleich drei Vikarinnen hat der Kirchenkreis Leine-Solling aktuell, Pastorinnen in Ausbildung sozusagen: Anaïs Uhlhorn ist bereits seit gut zwei Jahren Vikarin in Einbeck, Kim Krautz hat im März in der Apostelgemeinde in Northeim gestartet und Ursula König ist seit 2025 in der St. Johannis Gemeinde in Uslar.
Wer Pastor*in werden möchte, absolviert klassisch das Studium der Theologie, im Anschluss erfolgt der praktische Ausbildungsteil, das Vikariat. Dabei können sich die Vikare ihre Gemeinden nicht aussuchen – aber zumindest einen Wunsch äußern. Und alle drei sind sehr zufrieden.
Das Vikariat beginnt mit drei Einführungskursen am Predigerseminar in Loccum. Daran schließen sich erste Erkundungen in der Vikariatsgemeinde und wieder Kurswochen im Predigerseminar an. Später wechseln sich drei- bis fünfwöchige Studieneinheiten in Loccum mit längeren Gemeindephasen ab, so dass gemeindliche Praxis und Reflexion im Seminar aufeinander bezogen sind.

Warum sich Kim Krautz nach ihrem Theologiestudium für ein Vikariat entschieden hat? „Mein Wunsch war es seit meinem Bundesfreiwilligendienst im Ev. Jugenddienst in Osterode, Pastorin zu werden. Ich habe mich also für das Vikariat entschieden, weil ich hier selbst praktisch tätig werden, mich in einem geschützten Raum ausprobieren kann und dabei Unterstützung von meiner Mentorin Susanne Barth bekomme.“
Für Anaïs Uhlhorn war zunächst gar nicht so klar, ob sie diesen Weg gehen möchte. „Ich wusste nach meinem Studium nicht genau, ob das Gemeindepfarramt was für mich ist. Mir hat aber gefallen, dass man im Vikariat die Möglichkeit hat verschiedene kirchliche Arbeitsbereiche kennenzulernen. Sei es den Religionsunterricht in der Schule; die Seelsorge im Krankenhaus oder im Altenheim; die Verwaltung von Gemeinden oder den normalen Betrieb einer Gemeinde.“ Mittlerweile hat sich das vollkommen gewandelt und sie hat vor einigen Wochen ihren Examensgottesdienst gehalten. Anaïs Uhlhorn wird noch bis Januar 2027 in der Kirchengemeinde Einbeck sein, bevor sie dann nach Abschluss des Zweiten Examens eine eigene Pfarrstelle antreten wird. Was für sie das Besondere an der Arbeit als künftige Pastorin ist? „Besonders wertvoll finde ich, dass es fast immer um Beziehungsarbeit geht. Ob bei Personalgesprächen in der Gemeinde, beim Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst, oder beim Konfi-Treff. Man ist einfach als Ansprechpartnerin, als Seelsorgerin, als professionelle Hilfe und Begleitung in besonderen Lebenslagen da.“
Ursula König hat einen facettenreichen Lebenslauf. Sie wirkte ehrenamtlich im Theater im OP Göttingen in diversen Produktionen als Schauspielerin und Regisseurin und arbeitete von 2023 bis 2025 als Altenpflegehelferin im Seniorenzentrum Weende in Göttingen. Sie erklärt: „Die enorme Vielfältigkeit des Arbeitsfeldes ermöglicht es jeder Pfarrperson, sich mit ihren individuellen von Gott gegebenen Begabungen und erlangten Fertigkeiten einzubringen, eigene Schwerpunkte zu setzen und unterschiedliche Menschen mit der Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat zu erreichen. So sind bereits die unterschiedlichsten Pfarrpersonen in den Gemeinden unterwegs und bereichern das kirchliche Leben durch individuelle Impulse. Das erachte ich als Alleinstellungsmerkmal dieser Arbeit. Erst in der Vielfältigkeit und Uneindeutigkeit dessen, was eine Pastorin zu sein hat, weht der Geist und erreicht möglichst viele Menschen.“