„Mit Qualitätsmanagement auf Stand sein“: Leitungskonferenz des Kitaverbandes
Kirchenkreis. Die Leitungsteams des Ev.-luth. Kitaverbandes Leine-Solling haben eine zweitätige Leitungskonferenz in Negenborn auf dem Sonnenberg abgehalten. Die Kita-Leitungen und ihre Stellvertretungen aus den 19 Kindertagesstätten hatten sich zum Ziel gesetzt, ihr Qualitäts-Management-System- Kindertageseinrichtungen, kurz QMSK®, zu aktualisieren.
Das System QMSK® wurde für evangelische Kitas in Niedersachsen entwickelt und dient als Managementwerkzeug für die Praxis, gleichzeitig erfüllt es alle Voraussetzungen für eine Zertifizierung und das Beta-Gütesiegel. Alle Prozesse der Kita sind hier in 15 Kapiteln beschrieben und dienen als Rahmen und Handlungsanweisung für die Praxis. In erster Linie dient es den Leitungen als Führungsinstrument und der Zusammenarbeit mit dem Träger. Aber auch den Fachkräften gibt es Orientierung, insbesondere die neuen Mitarbeitenden fühlen sich schnell sicher. Geregelt ist zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den Familien, der gesamte pädagogische Bereich, das Personalmanagement sowie alle Prozesse rund um das Thema Sicherheit. In Qualitätskonferenzen und Audits werden die Qualitätsanforderungen regelmäßig überprüft und evaluiert.
Fachberaterin und Qualitätsbeauftragte Sonja Ahrens führte in Kooperation mit der Pädagogischen Leitung Sonja Peters durchs Programm. Die Leitungsteams erstellten zunächst eine Bestandsaufnahme ihres QMSK®, dabei kamen sie mit anderen Teams in den Austausch. Die Veränderungen und gestiegene Anforderungen des Systems wurden erläutert und bearbeitet. So sind beispielsweise die Anforderungen an den Kinderschutz enorm gestiegen. Auch neue Prozesse wurden eingepflegt, beispielsweise „Umgang mit Wissen und Kompetenzen“. Hier wird
geregelt, wie Erfahrungen und Wissen, z.B. aus Fortbildungen für die Kita als Ressource gesichert wird, auch wenn die teilnehmende Fachkraft ausscheidet.
„Es waren zwei intensive Tage. Ein hohes Maß an Konzentration ist erforderlich, wenn fast 40 Teilnehmende einem komplexen System folgen und dabei ihr eigenes digitales QMSK® auf Stand bringen“, so der Tenor. Eine Kita-Leitung resümiert: „Es war wieder wichtig, die Prozesse aus unserem Alltag zu evaluieren sowie mit den anderen in den Austausch zu kommen und das praxisnah und abwechslungsreich. Natürlich muss noch einiges mit den Kita-Teams nachgearbeitet werden, aber das machen wir nach und nach. Das Besondere hier ist die große Gemeinschaft im Kita-Verband und die gegenseitige Unterstützung auf Leitungsebene.“