Drei Fragen an Kirchenamtsleiter Tobias Grote zur Einführung
Kirchenkreis. Dass er lieber Zahlen mag als Buchstaben, lieber Harzer Roller als Zuckerkuchen isst und lieber Musik hört, als dass er selbst singt, wissen bereits viele
Mitarbeitende aus ersten Begegnungen mit dem neuen Kirchenamtsleiter. Doch wie waren die ersten 100 Tage im Amt? Seit Januar leitet Tobias Grote das Kirchenamt in Northeim, die Verwaltung für die Kirchenkreise Harzer Land und Leine-Solling. Zuvor arbeitete er bei der Deutschen Rentenversicherung und in der Verwaltung des Landkreises Northeim. Am Donnerstag, 7. Mai, um 10 Uhr wird Tobias Grote in einem feierlichen Gottesdienst in der St. Sixti-Kirche in Northeim offiziell durch das Superintendenten-ehepaar Stephanie und Jan von Lingen sowie durch Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng in seinen Dienst eingeführt. Drei Fragen an den Amtsleiter:
Wie haben Sie die ersten 100 Tage im Amt erlebt?
Tobias Grote: „Das war schon eine intensive Zeit und die ist es ein Stückweit auch aktuell noch. Aber das habe ich vorher ziemlich genau so erwartet. Neben dem Tagesgeschäft, in das ich mich natürlich immer noch einarbeiten muss, galt und gilt es auch die ganzen Gremien kennenzulernen. Das sind halt meist Abendtermine, die ein oder andere Überstunde gehört da dazu. Den Umgang in den Gremien empfinde ich als sehr wertschätzend. Und ich habe auch sehr freundliche und aufgeschlossene Mitarbeitende kennengelernt, die es mir leicht machen, möglichst gut und schnell in die Themen zu kommen.“
Was hat Sie in der Anfangszeit am meisten überrascht?
Tobias Grote: „Ganz klar die Vielzahl der Gremien. Ich hatte ja so eine Ahnung, dass es ähnlich viele sein könnten wie auf kommunaler Ebene, aber es sind dann doch ein paar mehr. Und natürlich die vielen Ehrenamtlichen, die ohne jede Aufwandsentschädigung viel Arbeit und vor allem Verantwortung in den Gremien übernehmen. Das ist schon was Besonderes und Beeindruckendes.“
Welche mittel- und langfristigen Ziele möchten Sie für das Kirchenamt setzen?
Tobias Grote: „‘Bei uns läuft es gut – das soll so bleiben‘, mit diesen Worten war die Stellenausschreibung überschrieben, auf die ich mich beworben habe. Und genau das ist auch das Ziel für das Kirchenamt in den nächsten Jahren: Es soll weiterhin gut laufen. Einige Herausforderungen werden durch perspektivisch geringer werdende Finanzmittel zu bewältigen sein. Aber auch personell gibt es einiges zu tun. Allein 2027 werden nach derzeitigem Stand vier Mitarbeitende in den Ruhestand gehen, für diese Stellen werden qualifizierte Nachbesetzungen gesucht werden müssen. ‚Nichts ist so konstant wie die Veränderung. Nichts ist so beständig wie der Wandel‘, sagte schon der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos ca. 500 v. Chr. und so wird es auch in den nächsten Jahren im Kirchenamt sein.“