Vogelbeck

Foto: Jan von Lingen

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Foto: Yvonne Guschke-Weinert

Orgel

Foto: Jan von Lingen

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Pastor-kreuzt

Foto: Jan von Lingen

Wort zum Sonntag, EM am 03.09.2022

02. September 2022

Füreinander da sein

Zuerst war da gar nichts. Kein klarer Gedanke, keine Gefühle. „Ihr Kind ist sehr krank“, hatten die Ärzte gesagt. „Wir müssen es hierbehalten. Es wird dauern.“ Dann kam die Angst. Natürlich wollte sie ganz für ihr Kind da sein. Aber wie sollte das gehen als alleinerziehende Mutter? Die rettende Idee kam von einer Kollegin: „Ich spende dir was. Aber nicht Geld, sondern meine Überstunden.“ Sofort machte die Idee in der Firma die Runde. Andere machten mit. Spendeten Überstunden und Urlaubstage. Schließlich reichte es für einige Monate. Die Mutter konnte mit vollem Gehalt so lange bei ihrem Kind bleiben, bis es ihm wieder besserging. „Seitdem glaube ich an Wunder“, erzählt die Mutter später. „Nie hätte ich erwartet, dass meine Kollegen mich so sehr unterstützen. Sie waren einfach für mich da, ohne viele Worte zu machen.“

#Füreinander - so heißt die bundesweite Woche von Kirche und Diakonie, die morgen beginnt. Überall setzen Menschen Zeichen. Stehen anderen zur Seite, sind füreinander da. Feiern das Leben und die Liebe. Und vor allem tun sie eins: Sie setzen Angst und Sorgen dieser Tage etwas entgegen. Übernehmen Verantwortung. Suchen mit anderen nach Lösungen. Die einen engagieren sich bei der Tafel, andere laden ihre neuen Nachbarn zum Kaffee ein oder begleiten sie bei Behördengängen. Wieder andere unterstützen Familie oder Freunde, wenn Not ist. Wer kann, stiftet Geld. Viele stiften Zeit, Engagement und Wissen. Eins haben alle gemeinsam: Sie wollen Hoffnungszeichen setzen. Füreinander da sein, ohne lange zu überlegen. Denn Furcht ist nicht in der Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm (1. Johannesbrief 4, 16-17).

Superintendentin Stephanie von Lingen

Ev.-luth. Kirchenkreis Leine-Solling

Stefanie von Lingen
Superintendentin Stephanie von Lingen