Zeitumstellung
Heute Nacht ist mal wieder Zeitumstellung. Ab morgen sind die Abende wieder länger. Das ist schön, aber es ist anstrengend, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Eigentlich sollte die Umstellung längst abgeschafft sein. Aber man kann sich nicht auf eine gemeinsame Zeit einigen, und so bleibt uns die Umstellung erhalten.
Mit der neuen Zeit beginnt morgen die Karwoche. Der Palmsonntag, der sie eröffnet, hat seinen Namen von den Palmzweigen, die die Menschen auf den Weg streuten, als Jesus wenige Tage vor seinem Tod nach Jerusalem kam.
Die Menschen damals warteten auch auf eine Zeitumstellung. Sie hofften, dass mit Jesu Einzug in Jerusalem eine neue Zeit anbrechen würde, in der all die alten Problem aus der Welt geschafft wären. Deshalb bereiteten sie Jesus eine triumphalen Empfang.
Mit Jesus brach tatsächlich eine neue Zeit an. Jesus brachte den Menschen in Worten und Taten Gottes bedingungslose Liebe nahe und nahm dafür den Tod auf sich. Durch die Auferweckung hat Gott ihn bestätigt. Das feiern wir dann an Ostern. Jesu Botschaft breitete sich in der Welt aus und prägte sie in vielen Bereichen. Das ist für uns längst nichts neues mehr. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns durch Palmsonntag, Karfreitag, Ostern und gerne auch durch die Zeitumstellung immer wieder daran erinnern lassen.
Im nächsten Jahr wird die Zeitumstellung übrigens in der Osternacht sein. Da passt sie dann als Erinnerung an die neue Zeit, die mit Jesus angebrochen ist, noch besser.
Harald Möhle, Pastor in Berka, Elvershausen, Hammenstedt und Marke