Neues Licht
Die Osterkerze hat in unseren Kirchen einen festen Platz. Sie brennt bei Gottesdiensten und wenn wir Menschen taufen, dann wird eine Taufkerze an der Osterkerze entzündet. Als Zeichen dafür, dass Jesus Christus den Täufling begleitet. Denn er hat einmal von sich selbst gesagt: „Ich bin das Licht der Welt!“
Am Karfreitag erinnern wir uns daran, dass dieses Licht erloschen ist. Jesus Christus ist in den Tod gegangen. Er wurde vom Kreuz genommen und in ein Grab gelegt. Man rollte einen Stein davor. Grabesstille, Totenruhe. Zwei Nächte lang. Am dritten Tag: Zuerst Trauer, dann Osterfunken, die durch die Dunkelheit fliegen. Und die Frauen, die Jesus suchen, hören: Er ist nicht hier! Und Jesus zeigt sich Maria. Und die erzählt es weiter. Die Botschaft breitet sich aus. Nicht wie ein Lauffeuer. Aber nach und nach werden die Funken zu einem Leuchten, das die Nacht erhellt.
An vielen Orten ist es gute Tradition die Osterkerze in der Zeit von Karfreitag bis Ostersonntag neu zu gießen. In dieser dunklen Zeit, in der wir die Spannung aushalten, dass Jesus in den Tod gegangen ist, verwandelt sich altes Wachs in etwas Neues. Die Osterkerze bringt am Ostermorgen neues Licht in die Kirche. Dabei singen wir „Christus ist das Licht“. Der Ostermorgen durchbricht das Dunkel des Todes. Dieses Licht sollten wir weitertragen. Damit Osterfunken zu einem Leuchten werden.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest!
Elsa Höffker, Pastorin in den Kirchengemeinden Dassensen-Wellersen und Iber-Odagsen in der ELKE-Region