Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!
„Susanne!“ Drei Teilnehmerinnen der Fortbildung drehen sich um. Nicht ungewöhnlich, denn der schöne Vorname Susanne stand in meinem Geburtsjahr auf Platz eins der beliebtesten weiblichen Vornamen. In der Schule mussten sich die Lehrer überlegen, wie sie die Susannes auseinanderhalten. Manche haben uns durchnummeriert, das fanden wir Susannes nicht so toll. Andere benutzten unseren Nachnahmen, um uns anzusprechen. Nun gut, immerhin war ich der Fisch - es hätte schlimmer kommen können. Ich habe mich daran gewöhnt, wenn ich mit Frauen gleichen Alters zusammenkomme, dass ich Namensvetterinnen begegne.
Ich nehme es mit Humor, dass es manchmal zu Verwirrung führt, oder zu Verwechselungen kommt. Außerdem grüßt Jesus uns Susannes auf ganz besondere Weise. Susanne kommt aus dem Hebräischen und bedeutet Lilie. Und Jesus verglich Gottes Liebe mit einem Feld voller Lilien. Befreiend kommt auch der Wochenspruch für den kommenden Sonntag daher. Er steht im Zeichen der Taufe. Im Buch des Propheten Jesaja spricht Gott uns zu: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jes 43,1) Gott ruft mich bei meinem Namen und meint mich ganz persönlich. Ich bin ihm lieb und teuer, wie es bei Jesaja heißt. Für Gott bin ich einzigartig, ohne Nummer oder Namenszusatz, er ruft mich bei meinem Namen: „Du bist mein!“
Bleiben Sie behütet
Ihre Susanne Hornung
Prädikantin im Kirchenkreis Leine-Solling